Marktberichte

Proteste verunsichern Investoren Ölpreise steigen

Die Proteste in der arabischen Welt versetzen Investoren am Ölmarkt in Unruhe. Anleger fürchten, dass es zu Lieferschwierigkeiten kommen könnte, wenn die Demonstrationen und Auseinandersetzungen in Nordafrika und am Persischen Golf anhalten.

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Die Furcht vor Lieferschwierigkeiten in der Golfregion haben die Ölpreise wieder nach oben getrieben. Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent stieg um 1,2 Prozent auf 102,77 Dollar pro Fass, Öl der Sorte WTI kostete mit 84,86 Dollar 0,6 Prozent mehr.

Angefacht wurden die Sorgen vor allem von Berichten über neue Unruhen am Persischen Golf und in Nordafrika. Nach Protesten im Iran und in Bahrain ist es in der Nacht zu Mittwoch auch in der libyschen Stadt Benghasi zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. "Der Markt ist sehr nervös", sagte Thorbjorn Bak Jensen, Öl-Analyst bei A/S Global Risk Management Ltd.

Zugegriffen haben Anleger auch am Goldmarkt. Der Preis für das Edelmetall kletterte bis auf ein Monatshoch von 1377,65 Dollar je Feinunze. Zunehmende Inflationsängste machten Gold wieder attraktiver, sagten Händler. Angefacht wurden die Sorgen vor allem von der am Dienstag veröffentlichten Teuerungsrate in China. Im Januar stiegen die Verbraucherpreise verglichen mit dem Vorjahr um 4,9 Prozent. In diesem Monat hat Gold bislang mehr als drei Prozent zugelegt. "Steigende Rohstoffpreise bei gleichzeitig anziehender Konjunktur und üppiger Liquidität sprechen für langfristig höhere Inflationsrisiken, wovon die Edelmetalle profitieren sollten", erläuterten die Analysten der Commerzbank.

Nach seinem jüngsten Rekordhoch rutschte der Kupferpreis unter die Marke von 10.000 Dollar gerutscht. Das Industriemetall verbilligte sich um 0,5 Prozent auf 9962 Dollar je Tonne, nachdem es in der Spitze 10.190 Dollar gekostet hatte.

Inflationssorgen in China und Großbritannien bereiteten den Anlegern Kopfschmerzen, sagten Händler. Einige Investoren warteten zudem auf einen deutlichen Rückgang des Kupferpreises um zehn bis 15 Prozent, um dann wieder richtig einzusteigen, sagte Joel Crane, Analyst bei Morgan Stanley.

Quelle: ntv.de, rts

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