Marktberichte

Banger Blick nach Nordafrika Ölpreise steigen kräftig

Die Sorge vor Produktionsausfällen in Libyen treibt die Ölpreise kräftig in die Höhe. Vor allem US-Leichtöl der Sorte WTI verteuert sich dramatisch.

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(Foto: REUTERS)

Angesichts der Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Ölstaat Libyen sind die Ölpreise weiter spürbar gestiegen. Vor allem US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich kräftig. An der Nymex verteuerte sich der WTI-Future mit Fälligkeit Ende März bis auf 98,48 US-Dollar. Der Abrechnungskurs des Vortages wurde noch bei 89,71 US-Dollar festgelegt. Damit hat sich der Preis innerhalb eines halben Handelstages um beinahe 7 US-Dollar oder fast 8 Prozent erhöht.

Nordseeöl der Sorte Brent kostete zeitweise bis zu 108,57 US-Dollar je Fass und erreichte damit den höchsten Stand seit September 2008. Brent kostet inzwischen über 13 Prozent mehr als noch zu Jahresbeginn.

"Der Markt ist wegen der Gewalt in Libyen sehr nervös, und das treibt die Preise hoch", erklärte Yinxi Yu, Rohstoffanalyst bei Barclays Capital in Singapur. Und es sehe nicht danach aus, als ob die Region schnell wieder zur Ruhe komme. Ein einflussreicher Stammesführer hatte damit gedroht, die Öllieferungen in den Westen binnen 24 Stunden einzustellen, sollte die Gewalt gegen die Aufständischen nicht aufhören. Zahlreiche Firmen ziehen ihre Mitarbeiter ab. Das Opec-Mitglied Libyen produziert täglich rund 1,6 Mio. Barrel Rohöl.

Flüchtiger Silberblick

Nach einem kurzen Ausflug über das 31-Jahres-Hoch von 34 US-Dollar je Feinunze hat sich der Silberpreis wieder deutlich abgeschwächt. Die Feinunze kostete am späten Vormittag nur noch 32,47 Dollar und lag damit vier Prozent niedriger als am Vorabend. Noch im frühen Geschäft war der Silberpreis um bis zu 1,3 Prozent auf 34,30 Dollar geklettert. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Der Rally gehe allmählich die Luft aus, kommentierte ein Börsianer in London.

Gold, das am Vortag noch von seiner Funktion als sicherer Anlagehafen in Krisenzeiten profitiert hatte, verbilligte sich um ein Prozent auf 1393 US-Dollar je Feinunze. Da der Dollarkurs anzog, kostete Gold in Euro allerdings mit 1027,79 Euro in etwa so viel wie am Vortag.

Quelle: ntv.de, nne/rts/dpa

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