Marktberichte

US-Vorgaben stützen Überwiegend Licht in Asien

Die Fernost-Börsen zeigen sich nach ansprechenden amerikanischen Daten erholt. Der zuletzt leidgeprüfte japanische Nikkei tritt den Weg nach oben an. Nur Hongkong und Shanghai schwächeln.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die asiatischen Börsen haben sich am Mittwoch überwiegend weiter nach oben entwickelt. Dabei sorgten die guten Vorgaben aus den USA dafür, dass sich auch der zuletzt leidgeprüfte japanische Nikkei erholen konnte. Schwäche zeigten dagegen die Börsen in Hongkong und China, nachdem Regierungsbeamte wiederholt hatten, die Drosselungsmaßnahmen für die Immobilien- und Kreditwirtschaft vorerst fortsetzen zu wollen.

Der japanische Aktienmarkt zeigte sich nach den deutlichen Abschlägen in den vergangenen Tagen erholt. Die Marktteilnehmer reagierten damit auf die guten Vorgaben von der Wall Street und kauften vor allem zurückgekommene zyklische Werte, obwohl der Yen gegenüber dem Dollar weiter nach oben tendierte. Der Nikkei 225 verbesserte sich um 0,9 Prozent auf 9241 Punkte; der breitere Topix ging um 1,0 Prozent nach oben auf 835 Zähler. Gesucht waren vor allem Werte aus dem Rohstoffsektor. Hier verbesserte sich die Aktie des Ölexplorers Inpex um 4,6 Prozent; Mitsubishi Corp. legten 2,5 Prozent und Sumitomo Metal Mining 1,8 Prozent zu. Im Autosektor stiegen Toyota um 0,8 Prozent und Honda um 2,4 Prozent. Dagegen gab die Aktie von Mazda Motor 1,0 Prozent ab, nachdem der Konzern eine neuerliche Rückrufaktion in den USA angekündigt hatte. Unter den Elektronikwerten verteuerten sich Canon um 1,0 Prozent und Pioneer um 3,4 Prozent. Nikon stiegen um 1,6 Prozent, nachdem die Aktie von der Deutschen Bank auf "buy" aufgestuft worden war. Die Aktie von Nidec zog um 3,8 Prozent an. Der Motorenhersteller hatte zuvor angekündigt, für mehr als 800 Millionen Dollar den US-Konkurrenten Emerson Electric übernehmen zu wollen.

Auch die Börse in Seoul profitierte von den Kursgewinnen in New York. Diese sorgten insbesondere dafür, dass die Investoren aus Übersee wieder an den südkoreanischen Markt zurückkehrten. Der Kospi verbesserte sich um weitere 0,4 Prozent. Gesucht waren insbesondere Werte, die von der robusten Binnenkonjunktur in Südkorea profitieren sollten. Hier verbesserten sich Lotte Shopping um 2,5 Prozent; die Aktie der Telefongesellschaft KT Corp stieg um 0,5 Prozent. Unter den Aktien der Werften zogen Daewoo Shipbuilding um 3,0 Prozent an, nachdem der Konzern einen Großauftrag aus Singapur erhalten hatte; Samsung Heavy Industries stiegen um 0,8 Prozent. Die Aktie des Stahlkochers Posco legte 0,4 Prozent zu. Dagegen wurden die Exportwerte bereits wieder überwiegend auf den Markt geworfen. Samsung Electronics verloren 0,5 Prozent und Hynix Semiconductor 1,8 Prozent; die Aktie des Flachbildschirm-Herstellers LG Display ging um 1,4 Prozent nach unten. Daneben gaben Hyundai Motor nach Abschluss des Aktienrückkaufprogramms 2,2 Prozent ab.

Der Markt in Hongkong drehte nach anfänglichen Zugewinnen nach unten. Zuvor machten Meldungen die Runde, wonach die chinesische Regierung den Immobilienmarkt und die Bankenkreditvergabe weiter drosseln wolle. Der Hang Seng Index gab daraufhin 0,5 Prozent auf 21.023 Punkte ab. Gemieden wurden angesichts der Gefahr anhaltender Drosselungsmaßnahmen naturgemäß die Bankenwerte. Hier verloren ICBC 1,1 Prozent; China Construction Bank fielen um 1,4 Prozent und Bank of China um 0,5 Prozent. Im Immobiliensektor verbilligten sich China Resources Land um 1,4 Prozent und Henderson Land um 0,4 Prozent. Im Rohstoffsektor gaben CNOOC nach einem zurückhaltenden Kommentar von Credit Suisse 0,6 Prozent ab; PetroChina fielen um 0,8 Prozent. Die Aktie von Angang Steel verlor 1,5 Prozent, obwohl der Stahlkocher im zweiten Halbjahr wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt war. Gekauft wurden dagegen die Telekom-Werte. Hier verbesserten sich China Mobile um 0,3 Prozent und China Unicom um 1,1 Prozent. Daneben setzte ein Run auf die Casino-Aktien ein, nachdem eine Investmentbank erklärt hatte, dass die Spielbank-Umsätze in Macau sich im bisherigen Monatsverlauf weiter robust entwickelt hätten. Sands China zogen daraufhin um 4,4 Prozent an; Wynn Macau legten 2,7 Prozent zu.

In China gab der Shanghai Composite Index 0,2 Prozent auf 2666 Punkte ab. Taiwans TAIEX fiel leicht um 0,1 Prozent auf 7924 Zähler. Dagegen verbesserte sich der indische Sensex bislang um 1,0 Prozent auf 18.299 Stellen.

Quelle: n-tv.de

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