Marktberichte

Einkaufsmanager? Na und? Wall Street im Höhenrausch

Der schwache Einkaufsmanager-Index ließ die US-Aktienmärkte am Dienstag zunächst straucheln, eine technische Erholung verhalf ihnen dann im Handelsverlauf allerdings doch wieder zu deutlichen Pluszeichen. Der Dow Jones legte 4,57 Prozent auf 7.939 Punkte zu, für die Nasdaq ging es 3,54 Prozent auf 1.213 Zähler nach oben.

Der nationale Einkaufsmanagerindex ist nach Angaben des Wirtschaftsforschungsinstituts ISM im Septeber auf 49,5 Punkte nach 50,5 Punkten im August gefallen. Analysten hatten sich im Vorfeld optimistischer gezeigt und einen leichten Anstieg auf 50,8 Punkte prognostiziert. Das seien schon wieder schlechte Konjunkturdaten, so ein Händler. Die Anzeichen für ein double-dip würden sich immer weiter verstärken. Von der Konjunkturseite gebe es einfach nichts, was den Markt zu einer Rallye bewegen könnte. Ein Stand unter 50 Punkten signalisiert eine sich abschwächende Geschäftstätigkeit, über 50 Punkte deuten auf einen Aufwärtstrend hin.

Für Erleichterung sorgte die Meldung, dass sich die UNO und der Irak auf eine Rückkehr der Waffen-Inspektoren in das Land geeinigt hätten. Die USA fordern allerdings eine neue Resolution der Vereinten Nationen, bevor die Inspektoren zurückkehren können. Es sehe nach einer leichten Entspannung in dem Konflikt aus, so ein Händler. Jetzt seien Schnäppchenjäger unterwegs, mehr als eine technische Reaktion seien die Kursgewinne aber wohl nicht.

Zu den Gewinnern gehören Sun Microsystems , die 6,6 Prozent auf 2,76 US-Dollar zulegen können. Der Computerhersteller hat seine Gewinnprognose für das vierte Quartal mehr als verdreifacht. Grund seien Kosteneinsparungen, so das Unternehmen weiter.

Der Pharmakonzern Forest Laboratories zeigte sich ebenfalls zuversichtlich, die Erwartungen der Analysten für das laufende zweite Quartal zu übertreffen. Als Grund nannte das Unternehmen das besser als erwartet laufende Geschäft mit Anti-Depressiva. Die Aktie legte 9,5 Prozent auf 89,85 Dollar zu.

Schlechte Nachrichten gab es für die Autobauer Ford und General Motors (GM). Die Investmentbank Lehman Brothers hat die Kursziele der beiden Aktien nach unten korrigiert. Grund seien die Probleme der beiden Konzerne mit ihren Pensionsfonds, so die Analysten. Das Preisziel für Ford laute nun 8 statt 9 Euro, die General Motors-Aktie sehen die Experten bei 41 und nicht mehr bei 45 Dollar. Wenig erbauliches lieferten auch die September-Absatzzahlen in den USA der beiden Konzerne. Ford vermeldete ein Minus von 5 Prozent auf 280.319 Fahrzeuge gegenüber dem Vorjahresmonat, GM vermeldete einen Rückgang der Absatzzahlen um 13 Prozent für den September. Die Aktie legten im freundlichen Marktumfeld dennoch zu. General Motors 4,5 Prozent auf 40,64 Dollar, für Ford ging es 1 Prozent auf 9,90 Dollar nach oben.

Nachbörslich gab es dann noch gute Neuigkeiten von Dell. Der Computerhersteller erhöhte seine Umsatzprognose für das dritte Quartal auf 9,1 Milliarden Dollar von zuvor 8,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie werde mit 21 Cent am oberen Ende der bisherigen Prognosen liegen.

Quelle: ntv.de

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