Marktberichte

Energiekonzerne stützten Wall Street uneinheitlich

Die US-Börsen fanden am Montag keine Richtung. Als Grund nannten Experten die wieder aufflammende Debatte um die geopolitischen Spannungen. Belastet wurde das Geschäft zudem von einem schwächer als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanager-Index für den Großraum Chicago. Der Dow Jones verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 8.333 Punkte, für die Nasdaq ging es 0,7 Prozent auf 1.340 Zähler ins Minus.

Zwar signalisierte der viel beachtete Einkaufsmanagerindex noch wirtschaftliches Wachstum, doch mit einem Stand von 51,3 Punkten im Dezember nach 54,3 Punkten im November ging er deutlicher zurück als von Volkswirten erwartet. Deren durchschnittliche Schätzung lag bei 53,0 Punkten.

"Die meisten Leute werden glücklich sein, wenn das Jahr vorüber ist. Investoren sind verunsichert", beschrieb Edgar Peters, Chef-Investmentstratege bei PanAgora Asset Management, die aktuelle Lage. Es sei unklar, wie gut die Weihnachtssaison im Einzelhandel verlaufen wird und was mit Nordkorea und dem Irak passiert.

Wegen der stark gestiegenen Ölpreise verzeichneten besonders die Aktien von Energiekonzernen Zuwächse. So verteuerten sich die Titel des Mineralölkonzerns Exxon Mobil um 0,3 Prozent auf 34,75 Dollar, ChevronTexaco legten um 1,1 Prozent auf 66,65 Dollar zu.

Mit einer positiven Prognose wartete die weltgrößte Einzelhandelskette Wal Mart auf. Im Dezember erwartet der Konzern im Jahresvergleich ein Umsatzplus von 3 Prozent für ihr US-Discount-Geschäft. Die Aktie konnte um 3,0 Prozent auf 50,64 Dollar zulegen.

Die Umsätze waren sehr dünn, sie lagen um etwa 40 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen drei Monate. Eine vergleichsweise hohe Aufmerksamkeit zogen noch die Titel aus dem High-Tech-Sektor auf sich, darunter auch der Chipproduzent Intel. Das Papier gab um 3,9 Prozent auf 15,76 Dollar nach.

Insgesamt drückt nach Einschätzung von Händlern die zunehmende Bedrohung durch einen Krieg im Irak auf die Kurse an der Wall Street, die im auslaufenden Jahr 2002 durch Unternehmenspleiten, Bilanzungereimtheiten sowie die schleppend verlaufende Erholung der US-Konjunktur belastet wurde. Marktteilnehmer verwiesen darauf, dass die US-Regierung am Wochenende weitere Soldaten sowie Flugzeuge und Schiffe in die Golfregion beordert hat. Damit wachse die Wahrscheinlichkeit eines von den USA geführten Krieges gegen Irak.

Quelle: ntv.de

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