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Dax wartet auf die 10.000 Wie das Kaninchen vor der Schlange

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Überflieger im Dax.

(Foto: picture alliance / dpa)

Obwohl der niedrige Ölpreis den Handel schmiert, läuft es nicht. Die magische Tausendermarke will nicht fallen. Airlines profitieren. Aber die Börse in Moskau rauscht in den Keller. Russland gehört zu den Haupt-Leidtragenden des Preisrutsches am Ömarkt.

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Die deutschen Standardwerte tasten sich nur zaghaft weiter an die 10.000-Punkte-Marke heran. Zum Auftakt rückt der deutsche Leitindex kurz um 0,2 Prozent auf 9990 Zähler vor. Danach geht ihm aber die Puste aus. Zum Wochenschluss geht der Dax mit einem Mini-Plus auf 9980 Punkte aus dem Handel

Der deutsche Leitindex hat zuletzt die längste Gewinnserie seit eineinhalb Jahren hingelegt und mit 9975 Zählern am Donnerstag nur knapp unterhalb der 10.000-Punkte-Marke geschlossen.

Händler waren unterschiedlicher Auffassung, ob der Rückenwind ausreicht, um noch diese Woche magische Marke zu überspringen. Einer lehnte sich weit aus dem Fenster: "Die Kurse haben sich zuletzt von nichts mehr aufhalten lassen".

Vor allem der schwache Ölpreis bewegte zum Wochenausklang die Kurse. Die Anleihestrategen der Societe Generale gehen davon aus, dass der deutsche Aktienmarkt mittelfristig zu den Gewinnern eines niedrigen Öl-Preises gehört. Aber auch ein schwacher Euro spricht momentan für die exportorientierten Unternehmen aus Deutschland.

Der Hauptprofiteur eines niedrigen Ölpreises steht für den Aktienstrategen Michael Suen von der Societe Generale fest: "Der Dax dürfte am meisten vom fallenden Ölpreis profitieren". Um knapp 7 Prozent könne der Leitindex auf Monatssicht allein nach einem "Schock" durch den auf 70 US-Dollar eingebrochenen Ölpreis zulegen.

Für Zalando läuft es nach einem etwas holprigen Start an momentan rund. Die Quartalszahlen des Online-Modehändlers kamen am Mittwoch gut an, nach den Zahlen hagelte es eine Reihe freundlicher Analysten-Kommentare. Erst am Morgen hob Goldman Sachs das Kursziel auf 29,40 Euro je Aktie an. Ab Dezember könnte Zalando bereits im MDax notieren, nachdem die Aktie von Sky mit einem zu geringen Free-Float den Index verlassen muss. Die Aktionäre freut es, der Kurs haussierte an der Börse um 8,1 Prozent auf 25,10 Euro.

Im Dax stellte die Aktie der Lufthansa mit einem Plus von 4,9 Prozent auf 14,35 Euro den Gewinner. Treibstoffkosten gehören zu den größten Kostenblöcken der Fluggesellschaften und dürften mit dem Ölpreis sinken, hieß die Argumentation im Aktienhandel. Bei BASF ist die Gewinnentwicklung dagegen stark vom Upstream-Geschäft der Petrochemie abhängig, die Aktie stellte mit einem Minus von 2,0 Prozent auf 73,01 Euro den Verlierer im Dax.

Quelle: n-tv.de, ddi/wne/rts/DJ

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