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Rekordgewinn in Wiesbaden Aareal trotzt der Krise

Die Aareal Bank kann trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten 2007 einen Rekordgewinn ausweisen. Allerdings greift der Wiesbadener Immobilienfinanzierer dabei auch zum Teil auf Sondererträge aus dem Verkauf von Beteiligungen zurück. Der Kreditkrise kann sich das MDax-Unternehmen nicht vollständig entziehen. Wegen Wertkorrekturen auf Wertpapiere brach der Nettogewinn im vierten Quartal um fast die Hälfte ein. An der Börse überwog trotzdem die Erleichterung: Die Aktie stieg zwischenzeitlich um 2,5 Prozent.

Obwohl die Aareal Bank nach eigenen Angaben nicht im krisengeschüttelten US-Markt für schwach besicherte Wertpapiere engagiert ist, mussten die Wiesbadener von Oktober bis Dezember 16 Mio. Euro abschreiben. Das Betriebsergebnis ging deshalb im vierten Quartal um 30 Prozent auf 27 Mio. Euro zurück. Bereits im dritten Quartal schlugen Abschreibungen von 15 Mio. Euro zu Buche.

"Die Aareal Bank Gruppe ist trotz der aktuellen Finanzmarkt-Turbulenzen voll auf Kurs", erklärte Vorstandschef Wolf Schumacher. Das Betriebsergebnis kletterte 2007 um 138 Prozent auf 380 Mio. Euro. Auch ohne Sondereffekte wäre es um 20 Prozent gestiegen. 2007 hatte die Aareal Bank ihre Mehrheitsbeteiligung an dem Internetportal ImmobilienScout24 an die Deutsche Telekom verkauft. Insgesamt beliefen sich die Sondererträge auf 221 Mio. Euro.

Größter Ertragsbringer war im vergangenen Jahr erneut der Zinsüberschuss, der um knapp sechs Prozent auf 411 Mio. Euro zulegte. Bei den Provisionseinnahmen musste die Bank einen leichten Rückgang von 145 Millionen auf 142 Millionen Euro hinnehmen. Dagegen wirkte sich eine deutlich reduzierte Risikovorsorge für faule Kredite positiv auf den Gewinn aus.

Für das laufende Jahr bleibt die Aareal Bank vorsichtig. Angesichts der Bedingungen an den Finanzmärkten seien konkrete Prognosen schwierig, erklärte der Vorstand. Ohne weitere schwerwiegende Verwerfungen lasse sich das operative Ergebnis von 2007 aber wieder erreichen oder sogar verbessern.

Quelle: n-tv.de

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