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Land würde bürgen Atempause für Sachsen LB

Für die angeschlagene Landesbank Sachsen zeichnet sich nach einem Zeitungsbericht eine Lösung ihrer akutesten Probleme ab. Die sächsische Landesregierung wolle der Bank mit einer Ausfallbürgschaft in Höhe von bis zu einer Mrd. Euro zur Seite springen, berichtet das "Handelsblatt" und beruft sich dabei auf Bankenkreise. Die Bürgschaft solle der geplanten "Super-Zweckgesellschaft" zu gute kommen, unter deren Dach die Spezialfinanzierer der SachsenLB Ormond Quay, Georges Quay und Sachsen Funding gebündelt werden sollen. "So können wir die Bank von den Risiken trennen, denn im Kern ist die SachsenLB gesund", zitierte das Blatt einen Insider der Bank. Auch die BayernLB und die WestLB arbeiteten an Lösungen für problembeladene Investmentvehikel.

Die SachsenLB befürchtet unter anderem, dass die Preise für Papiere der Zweckgesellschaft Sachsen Funding I angesichts der Marktturbulenzen unter eine Schwelle fallen, ab der automatisch Verkäufe ausgelöst werden. Käme es dazu, entstünde eine milliardenschwere Liquiditätslücke, die neben der SachsenLB auch andere Banken treffen würde. Um dies zu verhindern, hatten die Investoren des Fonds bereits Mitte November einer zeitweiligen Aussetzung der Verkaufsautomatismen zugestimmt. Die Frist läuft an diesem Mittwoch ab. Daher bat die Konzerntochter SachsenLB Europe die Anleger des von ihr gemanagten Sachsen Funding um einen weiteren Aufschub bis zum 19. Dezember.

Zur Stützung von Sachsen Funding I war bereits die Landesbank Baden-Württemberg LBBW eingesprungen, die die SachsenLB zum Jahresende übernehmen will. Die SachsenLB hatte sich über mehrere außerbilanzielle Zweckgesellschaften in großem Stil am US-Hypothekendarlehen verspekuliert. Wegen der Probleme rechnet die SachsenLB in diesem Jahr mit einem Verlust.

Quelle: ntv.de