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Stellenabbau und TrennungenAufräumen bei Conergy

12.12.2007, 08:29 Uhr

Der angeschlagene Hamburger Solaranlagenbauer Conergy will mit einem umfassenden Konzernumbau und Stellenstreichungen aus der Krise kommen. Im Zuge der Neuausrichtung auf das Solarstromgeschäft will sich Conergy von den Bereichen Biomasse und Solarthermie trennen. Von einem umfassenden Stellenabbau sind weltweit 500 Mitarbeiter betroffen.

Der angeschlagene Hamburger Solaranlagenbauer Conergy will mit einem drastischen Stellenabbau und einer Neuorganisation des Konzerns aus der Krise kommen. Das Unternehmen werde nun deutlich tiefer in die Verlustzone rutschen als bisher angenommen.

Der Vorstand erwartet nach eigener Auskunft vor Zinsen und Steuern 2007 nun einen Verlust zwischen 150 und 200 Millionen Euro, nachdem bislang ein operatives Minus von bis zu zehn Millionen Euro vorausgesagt worden war. Der angestrebte Umsatz von einer Milliarde Euro werde voraussichtlich nicht erreicht. Das Unternehmen will sich auf das lukrative Solarstromgeschäft konzentrieren und sich von den Geschäftsbereichen Biomasse und Solarthermie trennen. Von einem umfassenden Stellenabbau seien weltweit 500 Mitarbeiter betroffen.

"Der neue Vorstand hat sich für eine Zäsur entschieden, die Conergy binnen kurzem wieder auf Erfolgskurs bringen werden", erklärte Vorstandschef Dieter Ammer. Dazu wird zum Jahreswechsel eine Holdingstruktur mit drei eigenständig operierenden Sparten geschaffen.

Das im Technologieindex Tecdax gelistete Unternehmen hatte sich bei seiner Expansion verhoben und war dadurch vorübergehend in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Conergy hatte sein Personal angesichts des Booms stark aufgestockt, litt dann aber unter Lieferengpässen.