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Mehr Gewinn als die Citigroup Bank of America verdient gut

Die Bank of America hat im ersten Quartal von Zuwächsen im Investmentbanking und im Kreditkartengeschäft profitiert. Der Nettogewinn sei um fünf Prozent auf 5,26 Mrd. US-Dollar und die Einnahmen um zwei Prozent auf 18,1 Milliarden Dollar gestiegen, teilte die zweitgrößte US-Bank am Donnerstag mit. Allerdings schränkten geringere Margen im Zinsgeschäft und eine höhere Vorsorge für faule Kredite den Zuwachs auf das geringste Plus seit dem vierten Quartal 2005 ein. Dennoch übertraf die Bank das Ergebnis des Branchenprimus Citigroup, der am Montag einen Gewinn von fünf Mrd. Dollar ausgewiesen hatte.

Bank-of-America-Chef Kenneth Lewis sprach von einem soliden Quartal, obwohl das Marktumfeld schwierig gewesen sei. Die Übernahme des Kreditkartenunternehmens MBNA zu Anfang des vergangenen Jahres konnte die Bilanz aufpolieren: Die Kreditkartensparte legte um 16 Prozent auf 2,45 Mrd. US-Dollar zu. Daneben trugen auch Beteiligungsgewinne von 896 Mio. US-Dollar zu dem Plus bei.

In den Hauptgeschäftsfeldern ging der Gewinn dagegen zurück. So sank der Reinerlös in der Privatkundensparte um ein Prozent auf 2,7 Mrd. US-Dollar und in der Vermögensverwaltung um zwei Prozent auf 531 Millionen Dollar. Im Firmenkunden- und Investmentbankingeschäft fiel der Gewinn gar um fünf Prozent auf 1,45 Mrd. US-Dollar. Allerdings konnte die Bank die Einnahmen im Investmentbanking dank höherer Gebühren etwa bei der Fusionsberatung um 35 Prozent steigern und spiegelte damit ähnliche Ergebnisse bei den heimischen Rivalen Citigroup und JPMorgan Chase wider.

Für Kreditverluste stellte die Bank im Quartal 1,24 Mrd. US-Dollar zurück. Das sind zwar zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Die Vorsorge für faule Kredite, mit deren Rückzahlung das Geldhaus künftig nicht mehr rechnet, wuchs aber um fast drei Viertel auf 1,43 Mrd. US-Dollar. Bei US-Immobilienkrediten an Schuldner mit geringer Bonität - das so genannte Subprime-Segment - sind die Ausfallraten in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen, wofür unter anderem sinkende Hauspreise und steigende Zinsen gesorgt haben.

Quelle: n-tv.de