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Stütze für Hypothekenmarkt BoE pumpt Geld

Im Zuge der Kreditmarktkrise will die Bank of England mit einem 50-Milliarden-Pfund-Programm den heimischen Hypothekenmarkt stützen. Eigenen Angaben zufolge wird die Notenbank Staatsanleihen einsetzen, um die Auswirkungen der Kreditkrise abzufedern.

Das Vorhaben ist nahezu identisch mit einem Programm, das in den USA im März vorgestellt wurde. Hinter dem Plan steckt der Gedanke, dass sich die Banken untereinander wieder mehr Geld zu günstigeren Zinsen leihen könnten. Zudem könnte eine Umsetzung bedeuten, dass die Bank of England die Zinsen nicht so drastisch senken muss wie an den Finanzmärkten bislang erwartet.

Regierung und Notenbank stehen seit Monaten unter Druck, gegen die Hypothekenkrise vorzugehen, die die Wirtschaft in Mitleidenschaft zieht und mitverantwortlich für einen Ansehensverlust von Premierminister Gordon Brown ist.

Anstieg der Häuserpreise ebbt ab

Unterdessen mehren sich in Großbritannien die Anzeichen für eine Abkühlung auf dem Immobilienmarkt im Zuge der weltweiten Kreditkrise. Die Preise für Häuser in England und Wales stiegen im April auf das Jahr hochgerechnet nur noch um 1,3 Prozent nach 5,0 Prozent im Vormonat, wie eine Studie des Immobilien-Internetdienstes Rightmove zeigte. Das ist der geringste Anstieg seit knapp drei Jahren. Auf Monatsbasis gingen die Immobilienpreise sogar um 0,1 Prozent zurück, was den ersten Rückgang seit sechs Jahren darstellt.

In der vergangenen Woche hatte der größte britische Hypotheken-Anbieter Halifax mitgeteilt, dass die Immobilienpreise im März ihren stärksten Rückgang seit der Rezession in Großbritannien Anfang der 1990er Jahre erlitten hätten. Andere Studien sprechen vom größten Preisverfall bei Häusern seit 30 Jahren.

Quelle: n-tv.de

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