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Chinas Staatsfonds im Visier Cerberus sucht Partner

Der US-Hedgefonds Cerberus verhandelt mit dem chinesischen Staatsfonds CIC über eine mögliche Partnerschaft. Bislang gebe es allerdings keine konkreten Vereinbarungen, sagte Cerberus-Chef John Snow. "Es geht darum, die Bedingungen einer solchen Partnerschaft festzulegen", fügte der ehemalige US-Finanzminister hinzu.

Cerberus sei daran interessiert, gemeinsam mit CIC nicht nur in China, sondern international zu investieren. Die chinesische Regierung hatte den Staatsfonds CIC im September 2007 aufgelegt. Er soll die stattlichen Währungsreserven des Landes investieren und den auf den Börsengeschmack gekommenen chinesischen Anlegern neue Investitionsmöglichkeiten bieten. Der Fonds wurde von der Führung in Peking zunächst mit 200 Mrd. US-Dollar (gut 130 Mrd. Euro) ausgestattet.

Bislang hat sich CIC mit etwa fünf Mrd. US-Dollar bei der US-Bank Morgan Stanley eingekauft und knapp zehn Prozent ihrer Anteile übernommen. Drei Mrd. US-Dollar investierte CIC in den Hedgefonds Blackstone. Damit investierte China ausgerechnet in einer Branche, die wegen ihrer teilweise aggressiven Geschäftsstrategien von Kritikern als "Heuschrecken" beschimpft wird. Zwei Mrd. legte CIC in den britischen Ölriesen BP an. Das wiederum nährte Sorgen genährt, die Chinesen könnten mit ihrer riesigen "Kriegskasse" in großem Stil Schlüsselindustrien übernehmen. Deutschland will sich vor solchen Investoren schützen.

Cerberus hatte zuletzt den angeschlagenen US-Autobauer Chrysler von Daimler übernommen. Mit der bisherigen Umsetzung der Sanierung von Chrysler zeigte sich Snow zufrieden. Auch für dieses Unternehmen erwog er die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit China: Cerberus stehe zurzeit mit dem chinesischen Autobauer Chery in Verhandlungen, sagte er der "FT"-Onlineausgabe. Möglich sei etwa die Produktion gemeinsamer Modelle für die Märkte in China und den USA.

Quelle: ntv.de

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