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Nachfragerückgang Chrysler legt Pause ein

Die Krise in der Autoindustrie in den USA weitet sich aus. Der Autobauer Chrysler kündigte am Mittwoch an, dass er die Fertigung ab Freitag für mindestens einen Monat einstellt. Grund sei der Einbruch bei der Autonachfrage wegen fehlender Kredite für potenzielle Käufer als Ergebnis der Finanzkrise, hieß es in einer Erklärung.

Die ehemalige Daimler-Tochter Chrysler gehört mit dem Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) und Ford zu den angeschlagenen "Großen Drei" der US-Autoindustrie. Ein Hilfspaket für die Autobranche war vergangene Woche am Senat gescheitert. US-Präsident George W. Bush hatte daraufhin am Freitag in Aussicht gestellt, Milliardenkredite für die Autobauer aus dem 700 Mrd. US-Dollar schweren Rettungsfonds für die Finanzindustrie abzuzweigen. Eine Entscheidung steht aber noch aus.

Drastische Sparmaßnahmen

Die ums Überleben kämpfenden US-Autobauer ziehen mittlerweile alle Register. Die Opel-Mutter GM stoppt nun sogar vorerst Bauarbeiten an einem neuen US-Werk für sparsame Motoren. Die geplante Fabrik ist ein Herzstück für die von GM angekündigte neue umweltfreundliche Modellpalette, zu der als Prestigeprojekt auch das Elektroauto Chevrolet Volt zählt.

WSJ - Chrysler und GM sprechen wieder

General Motors Corp und Chrysler sollen laut "Wall Street Journal" ihre Fusionsgespräche wieder aufgenommen haben. Der Chrysler-Besitzer, die Beteiligungsgesellschaft Cerberus Capital Management LP habe signalisiert, dass sie bereit sei, Anteile an dem Unternehmen zu verkaufen, berichtete das Blatt unter Berufung auf Personen, die mit den Gesprächen vertraut seien.

Die Initiative zur Wiederaufnahme der vor Wochen abgebrochenen Gespräche sei von Cerberus ausgegangen. GM und Chrysler waren zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

GM hatte die Gespräche über eine Partnerschaft mit Chrysler im Oktober unterbrochen, um sich ganz auf die Lösung seiner akuten Geldprobleme zu konzentrieren. Presseberichten zufolge benötigen GM und Chrysler zur Finanzierung eines Zusammenschlusses mindestens zehn Mrd. US-Dollar. Bei einer Fusion entstünde der nach Absatz weltgrößte Automobilhersteller.

Quelle: ntv.de