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145 Jahre Haft drohen Finanzbetrüger vor Urteil

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Marc Dreier (Mitte) droht eine lange Haftstrafe.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Nach dem Milliardenbetrüger Bernhard Madoff droht einem weiteren New Yorker Finanzbetrüger eine mehr als hundertjährige Haftstrafe. Vor der für Montag geplanten Urteilsverkündung forderte die US-Staatsanwaltschaft 145 Jahre Gefängnis oder eine lebenslange Freiheitsstrafe für den geständigen Anlagebetrüger Marc Dreier.

Der an den Universitäten Harvard und Yale ausgebildete Rechtsanwalt hatte im Mai zugegeben, durch die Fälschung von Wertpapieren 400 Mio. Dollar eingenommen zu haben. Er lebt seitdem unter Hausarrest. Die Staatsanwaltschaft warf dem 59-Jährigen vor, sich trotz seiner ohnehin privilegierten Stellung in der Gesellschaft für ein Betrügerleben entschieden zu haben.

Dreiers Verteidiger erklärte, der Angeklagte sei zutiefst reumütig. Daher sei eine Haftstrafe zwischen zehn und gut zwölfeinhalb Jahren angemessen. Dreier erklärte seinerseits in einem Schreiben, es gebe keine Entschuldigung für sein Handeln. Er erwarte und verdiene eine hohe Haftstrafe. "Ich bin schon viel mehr in Ungnade gefallen als ich mir das je hätte vorstellen können." Er werde für immer als Dieb in Erinnerung bleiben.

Ende Juni hatte ein Bundesrichter im größten Betrugsfall der Wall-Street-Geschichte den Anlagebetrüger Madoff zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt. Er verhängte damit die höchstmögliche Haftstrafe gegen den 71-Jährigen. Madoff hatte sich schuldig bekannt, über Jahre hinweg ein gigantisches Schneeballsystem betrieben zu haben. Er soll Anleger damit um bis zu 65 Mrd. US-Dollar geprellt haben.

Quelle: ntv.de, jga/rts

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