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Siemens und Nokia Geringere Erwartungen 2007

Der neu entstandene Telefonnetzwerk-Anbieter Nokia Siemens Networks (NSN) hat seine Erwartungen an das Wachstum des weltweiten Markts für Telefon- und Datennetze leicht nach unten geschraubt. "Die Unternehmen erwarten in Euro nun ein sehr geringes Marktwachstum im Bereich der Festnetz- und Mobilfunk-Infrastruktur und der dazugehörigen Dienstleistungen 2007", teilte die Gemeinschaftsfirma am Montag mit.

In den vergangenen Monaten habe es in manchen Regionen Anzeichen für eine Verlangsamung des Marktwachstums gegeben, hieß es zur Begründung. Zuletzt war Nokia Siemens Networks (NSN) von einem leichten Wachstum der weltweiten Nachfrage ausgegangen. "Die Veränderung ist eine Nuance, aber eine wichtige Nuance", erläuterte NSN-Chef Simon Beresford-Wylie gegenüber Reuters. "Einige Aspekte haben uns zu der Senkung veranlasst, etwa Aussagen von Netzbetreibern, die sich Netzwerke teilen wollen." Zuletzt hatte etwa der Mobilfunkbetreiber Vodafone angekündigt, sich in Spanien und Italien Netzwerkanlagen mit Konkurrenten zu teilen.

NSN war am Sonntag an den Start gegangen. Die Schmiergeldaffäre in der früheren Siemens-Telekommunikationssparte Com hatte den Zusammenschluss um drei Monate verzögert. Siemens stockte zudem die Vermögenswerte auf, die in das Joint Venture eingebracht wurden. Der Technologiekonzern stellte 2,4 Milliarden Euro für NSN bereit, der finnische Mobilfunkkonzern Nokia nur 1,7 Milliarden Euro.

NSN, die im vergangenen Jahr zusammengerechnet einen Umsatz von 17,1 Milliarden Euro erwirtschaftete, will Branchenführer Ericsson aus Schweden herausfordern. NSN sprach von einem dynamischen Start: Seit November habe NSN bereits für 140 Netzwerkaufträge mitgeboten, Einzelofferten der Mütter Siemens und Nokia nicht mitgerechnet, hieß es. Beresford-Wylie bekräftigte, sein Haus werde die angepeilten Einsparungen von jährlich 1,5 Milliarden Euro erreichen.

Quelle: ntv.de

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