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Durchwachsener Start Gerresheimer an der Börse

Der Pharmazulieferer Gerresheimer ist am Montag durchwachsen an der Frankfurter Börse gestartet. Beim bislang größten Börsengang des Jahres mit einem Volumen von gut einer Milliarde Euro gingen die Aktien mit einem ersten Kurs von 40 Euro und damit auf Höhe des Ausgabekurses in den Handel. Die Papiere konnten dieses Niveau jedoch nicht halten und rutschten bis zum Börsenschluss auf 38,40 Euro. Das Unternehmen äußerte sich dennoch positiv zum Börsenstart. Händler hingegen zeigten sich kritisch und bezeichneten die Unternehmensbewertung als zu hoch.

Börsianer bezeichneten den Preis für Gerresheimer teilweise als zu hoch. "Die Bewertung war mit 40 Euro doch recht sportlich angesetzt", sagte ein Händler. Hinzu komme, dass der Erlös der Aktien des Altaktionärs in dessen Tasche fließe und der Erlös aus der Kapitalerhöhung zum Schuldenabbau verwendet werden soll. Ein weiterer Marktteilnehmer machte die derzeit etwas angespannte Marktlage für den verhaltenen Start von Gerresheimer verantwortlich.

Gerresheimer strebt den Einzug in den MDax an, rein rechnerisch könnte es bereits im Herbst soweit sein. Das Unternehmen war vor einigen Jahren bereits in dem Index für mittlere Werte gelistet, wurde 2003 jedoch von der Börse genommen. In den vergangenen Jahren verwandelte Gerresheimer sich von einem Verpackungshersteller zu einem Spezialglas- und Kunststoffproduzenten für die Pharmabranche. Den Börsengang begleiteten unter anderem die Banken Credit Suisse und Morgan Stanley.

Der Börsengang übertrumpft mit einem Platzierungsvolumen von gut einer Milliarde Euro das Telekomunternehmen Versatel, das im Mai knapp 830 Millionen Euro erreicht hatte. In Kürze wird mit dem Großmotorenbauer Tognum eine Neuemission im Umfang von bis zu zwei Milliarden Euro erwartet.

Quelle: ntv.de