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Steuervorteil weggeschmolzen Handwerk will höheren Bonus

Der Steuerbonus auf Handwerksarbeiten in Privathaushalten muss nach Ansicht des Zentralverbands des Handwerks (ZDH) erhöht werden, um die zunehmende Schwarzarbeit einzudämmen. Handwerkern erhielten wieder deutlich weniger Aufträge, sagte Präsident Otto Kentzler der "Berliner Zeitung" vom Montag. Als Grund für die Verlagerung von Aufträgen in die Schattenwirtschaft nannte er die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent im vergangenen Jahr. Der Vorteil des Steuerbonus sei dadurch für den Kunden auf nur noch ein Prozent zusammengeschmolzen.

Da müsse die Politik gegensteuern, forderte Kentzler. "Das Handwerk schlägt vor, den Steuerbonus auf 25 Prozent von 4000 Euro Arbeitsleistung zu erhöhen, also auf maximal 1000 Euro, die direkt von der Jahressteuerschuld abgezogen werden." Bisher können 20 Prozent von 3000 Euro Handwerker-Arbeitskosten - also maximal 600 Euro - steuerlich geltend gemacht werden.

Die vorgeschlagene Erhöhung des Steuerbonus' auf 1000 Euro pro Jahr würde einen enormen Anschubeffekt für die Binnenwirtschaft bedeuten, sagte der Verbandspräsident. Zwischen drei und fünf Mrd. Euro Umsätze würden damit aus der Schattenwirtschaft in die legale Wirtschaft überführt.

Quelle: ntv.de