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Milliarden aus aller WeltIsland kann aufatmen

17.11.2008, 20:31 Uhr

Islands Ministerpräsident Geir Haarde atmet auf. Aus aller Welt treffen Kreditzusagen ein, die den drohenden Staatsbankrott verhindern sollen. Befreundete Staaten leihen dem Land 2,4 Mrd. Euro.

Island hat Kreditzusagen über vier Milliarden Euro, mit denen der Staatsbankrott verhindert werden soll. Wie Ministerpräsident Geir Haarde in Reykjavik mitteilte, stehen neben der für Mittwoch fest zugesagten Bewilligung von zwei Milliarden Dollar (1,6 Mrd. Euro) durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) weitere drei Milliarden Dollar (2,4 Mrd. Euro) von befreundeten Staaten bereit.

Die Atlantikinsel mit 320.000 Einwohnern gilt seit dem Zusammenbruch der drei größten Banken als besonders hart von der internationalen Finanzkrise getroffen.

Wichtigster Auslöser für den Kollaps war die von den Banken über Jahre hinweg aggressiv betriebene internationale Expansion mit Hilfe von gewagten Krediten. In der Folgen haben die Isländer derzeit mit einer Inflationsrate von 15 Prozent, Leitzinsen von 18 Prozent und einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu kämpfen.