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G8-Krisengipfel Jetzt will auch Russland

Nach Frankreich hat auch Russland einen baldigen Krisengipfel der G8 gefordert. An dem Treffen sollten auch wichtige Schwellenländer wie China, Brasilien, Indien, Südafrika und Mexiko teilnehmen, sagte Außenminister Sergej Lawrow nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hatte sich ebenfalls für eine Einladung an diese Staaten ausgesprochen.

"Wir sind uns einig, dass auf hoher Ebene ein Treffen nötig ist, das über die klassische Gruppe der Acht hinausgeht", sagte Lawrow, der sich in Dortmund gemeinsam mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier ein Qualifikationsspiel der russischen und deutschen Nationalmannschaften für die Weltmeisterschaft 2010 ansehen wollte. "Das Treffen muss gut vorbereitet sein, aber es darf nicht hinausgeschoben werden."

Offener Austausch

In seinen informellen Gesprächen mit Steinmeier habe er den Eindruck gewonnen, dass auch Deutschland eine Erweiterung der Staatengruppe befürworte, sagte Lawrow weiter. In deutschen Teilnehmerkreisen hieß es, die beiden Politiker seien sich einig gewesen, dass eine Kooperation über die G8-Staaten hinaus notwendig sei, um die internationale Finanzkrise zu bewältigen.

Der G8 gehören die sieben führenden Industriestaaten USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland sowie Russland an.

In den deutschen Teilnehmerkreisen wurde der Austausch als sehr offen beschrieben. Der Konflikt über den Georgien-Krieg hatte das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen zuletzt auf den schlechtesten Stand seit dem Ende des Kalten Krieges abgekühlt. In der Finanzkrise haben sich beide Seiten um eine Annäherung bemüht.

Quelle: ntv.de