Meldungen

Notrutschen machen Ärger Neue A380-Probleme

Der Flugzeughersteller Airbus hat offenbar erneut Probleme mit dem Riesen-Flieger A 380. Sämtliche Notrutschen der Maschine müssten bereits nach wenigen Flügen überholt werden, berichtet der "Stern" und beruft sich dabei auf Airbus-Kunden. Grund seien die pyrotechnischen Treibladungen, die die aufblasbaren Rutschen im Notfall in wenigen Sekunden füllen sollen. Diese würden sich mit der Zeit von selbst zersetzen und dann nicht mehr funktionieren, hieß es. Hersteller der Notrutschen sei der amerikanische Konzern BF Goodrich. Eine Airbus-Sprecherin habe die Probleme bestätigt.

Im Notfall müssen die Passagiere in 90 Sekunden über 16 Rutschen evakuiert werden können. Ohne funktionierende Rutschen ist der Flugbetrieb nicht erlaubt. Bei einer Landung im Wasser dienen sie gleichzeitig als Flöße. Wegen ihrer gigantischen Ausmaße - einige der Rutschen sind rund 20 Meter lang - werden sie nicht wie bei kleineren Flugzeugen üblich mit Pressluft aufgeblasen, sondern mit chemischen Treibsätzen. Diese vom Auto-Airbag bekannte, aber für Flugzeuge neue Technologie mache nun unerwartete Probleme, hieß es weiter. Um die sich auflösenden und damit unbrauchbar werdenden Treibladungen auszutauschen, müssten die gesamten Rutschen immer wieder ausgebaut und ausgepackt werden. Dies sei ein aufwendiger Prozess.

Quelle: ntv.de