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Wechsel an der Spitze Otto geht fremd

Nach 26 Jahren an der Spitze des Handels- und Dienstleistungskonzerns Otto will sich Michael Otto im Oktober dieses Jahres in den Aufsichtsrat zurückziehen. Sein Nachfolger werde Hans-Otto Schrader, der seit 30 Jahren im Unternehmen tätig sei, teilte die Otto Group am Mittwoch in Hamburg mit.

Als Stellvertreter werde ihm Rainer Hillebrand zur Seite stehen. Der 63-jährige Otto hatte bereits mehrfach öffentlich angekündigt, den Vorstand des Konzerns noch vor dem 65. Lebensjahr verlassen zu wollen und die Leitung einem familienfremden Manager zu übergeben. Der Otto-Konzern erwirtschaftet mit 55.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 14,6 Mrd. Euro.

Nach den Worten des Hauptgesellschafters Michael Otto soll die neue Otto-Spitze den Konzern langfristig führen. Es handele sich nicht um eine Übergangslösung, "selbst wenn mein Sohn in unser Unternehmen eintreten sollte", sagte Michael Otto am Mittwoch im Interview. Der 31-jährige Benjamin Otto, der sich erfolgreich in Berlin selbstständig gemacht hat, würde sicherlich zunächst bei Tochtergesellschaften Erfahrungen sammeln, ehe er den sehr komplexen Gesamtkonzern übernehmen würde. Das werde Jahre dauern und bislang sei nicht einmal absehbar, wann Benjamin Otto eine Aufgabe in dem Familienunternehmen übernehmen möchte.

Die Entscheidung zwischen Hans-Otto Schrader und Rainer Hillebrand bei der Auswahl des neuen Vorstandsvorsitzenden sei nicht einfach gewesen, ergänzte Otto. "Es waren sehr gleichwertige Kandidaten und sie werden ja auch beide befördert und erhalten mehr Verantwortung." Für Schrader habe gesprochen, dass er in 30 Berufsjahren im Unternehmen viele nationale und internationale Positionen erfolgreich ausgefüllt und Aufgaben gelöst habe.

Als ehemaliger Personalvorstand habe er zudem eine enge Beziehung zu den Arbeitnehmern. Schraders künftiger Stellvertreter Hillebrand nehme als Verantwortlicher für das Wachstumsfeld E- Commerce und für den gesamten deutschen Universalversandhandel ebenfalls eine herausragende Position für die Zukunft des Unternehmens ein.

Quelle: ntv.de

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