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"Wir stehen für Otto-Motoren" Porsche baut keinen Diesel

Der Sportwagenhersteller Porsche lässt sich von der Klimaschutz-Debatte nicht beirren und sträubt sich gegen die Entwicklung eines klimaschonenden Diesel-Motors. "Porsche steht für Otto-Motoren", bekräftigte Vorstandschef Wendelin Wiedeking am Dienstag auf dem Autosalon in Genf seine Ablehnung zu dem Thema.

Porsche arbeite an der Verbrauchssenkung seiner Benzin-Motoren und werde bis Ende des Jahrzehnts einen Hybrid-Motor anbieten. Diese Kombination eines Verbrennungsmotors und eines Elektromotors erlaubt deutliche Einsparungen beim Treibstoffverbrauch.

Diesel-Motoren stoßen im Vergleich mit Benzin-Antrieben wegen ihres geringeren Verbrauchs weniger Kohlendioxid (CO2) aus. Dieses Gas trägt zur globalen Erwärmung bei.

Wiedeking betonte im Interview mit n-tv, dass die Autoindustrie lediglich für knapp zwölf Prozent CO2-Emissionen verantwortlich ist. Weiter sagte er, "die Autoindustrie hat seit 1970 95 Prozent der Schadstoffe reduziert. Das heißt, die Autoindustrie hat immer was getan. Wir tun auch in Zukunft was."

Laut Wiedeking will Porsche zügig über die beabsichtigte Aufstockung seines Anteils am VW-Konzern auf bis zu 29,9 Prozent beraten. "Wir werden uns das Thema in den nächsten Tagen im Vorstand genau anschauen", sagte er. Konkrete Pläne zur Aufstockung des Anteils über 30 Prozent von derzeit 27,3 Prozent gebe es derzeit nicht.

Diese gelte auch für die Ausübung der von der Hauptversammlung genehmigten Kapitalerhöhung. Im Fahrzeuggeschäft werde Porsche auch in der zweiten Hälfte seines noch bis Ende Juli laufenden Geschäftsjahres besser als vor Jahresfrist abschneiden, stellte Wiedeking in Aussicht.

Quelle: ntv.de

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