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Springer zahlt 14,11 Euro je Aktie Pro7-Übernahme angemeldet

Der Verlag Axel Springer hat seine Übernahmepläne für den TV-Konzern ProSiebenSat.1 beim Bundeskartellamt angemeldet. Die Kartellwächter wollen eine detaillierte, voraussichtlich viermonatige Prüfung der Pläne einleiten.

"Die Anmeldung liegt jetzt vor", sagte eine Sprecherin des Kartellamts. Beamte der Wettbewerbsbehörde prüften nun, ob die Dokumente vollständig seien. Dann laufe die Prüffrist für das Vorhaben. Das Kartellamt hatte bereits angekündigt, dass die Pläne voraussichtlich nicht nach einer ersten, vierwöchigen Prüfphase gebilligt, sondern einer vertieften, dann insgesamt viermonatigen Prüfung unterzogen werden würden.

Unter anderem will das Kartellamt die Auswirkungen der Pläne auf den TV-Werbemarkt unter die Lupe nehmen. Auch die Konsequenzen der Übernahme für den Lesermarkt für Kaufzeitungen wie die "Bild" wollten die Wettbewerbswächter untersuchen. Die Stellung im TV- und im Zeitungsmarkt könnte sich durch die gegenseitige Unterstützung der Medien verstärken.

Der Verlag Axel Springer hatte angekündigt, für knapp 2,5 Mrd. Euro die Mehrheit an ProSiebenSat.1 übernehmen zu wollen. Mit der geplanten Verschmelzung entsteht Deutschlands zweitgrößter Medienkonzern nach Bertelsmann, der eine erhebliche Marktmacht erlangt.

Wie ebenfalls am Dienstag bekannt wurde, hat Springer das Abfindungsangebot für die Vorzugsaktionäre des TV-Konzerns ProSiebenSat.1 auf 14,11 Euro je Vorzugsaktie geringfügig angehoben. Der Preis liegt aber immer noch unter dem aktuellen Börsenkurs. Bei der Ankündigung der Übernahme hatte Springer als voraussichtliches Gebot 14,10 Euro genannt.

Die Gesamtsumme der milliardenschweren Übernahme ändere sich dadurch aber nicht, teilte Springer mit. Die ProSieben-Vorzugsaktie wird derzeit für gut 14,30 Euro gehandelt. Springer hat sich für 2,5 Mrd. Euro die gesamten verbliebenen stimmberechtigten Stammaktien des TV-Konzerns gesichert.

Quelle: ntv.de