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Wirtschaftsministerium zieht Fäden RAG-Börsengang ohne Müller?

Das Bundeswirtschaftsministerium betreibt im Zuge des geplanten Börsengangs des Mischkonzern RAG einem Zeitungsbericht zufolge die Demontage von Unternehmenschef Werner Müller. Müller erschwere das ohnehin komplizierte Verfahren des Börsengangs mit der Ausgliederung der Kohleförderung durch Taktiererei und Indiskretionen, berichtete das "Handelsblatt" am Samstag unter Berufung auf Kreise des Ministeriums. Dieses wollte die Angaben nicht kommentieren.

Geplant ist, die subventionierte Steinkohleförderung der RAG in eine Kohlestiftung auszulagern. Der übrige Teil der RAG soll an die Börse und mit den Verkaufserlösen die Stiftung finanzieren. Die Stiftung soll dem Blatt zufolge aber weiter über 25 Prozent an der RAG halten. Müller will Vorsitzender der Stiftung werden, was aber vor allem Nordrhein-Westfalen blockiert. Wegen des Streits um den Vorsitz ist das gesamte Projekt unter großem Zeitdruck.

Im Ministerium werde Müller als Stiftungsvorsitzender inzwischen nicht mehr als tragbar bezeichnet, schreibt das "Handelsblatt" weiter. Es sei aber auch nicht einzusehen, warum er dann ersatzweise mit dem Posten des Vorstandschefs belohnt werden solle. In der nächsten Woche wollen sich Länder, Bund und Gewerkschaften erneut mit der Personalie befassen.

Quelle: n-tv.de

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