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Neuer Investor verrät Rodenstock soll an die Börse

Der Brillenhersteller Rodenstock soll mittelfristig an die Börse gebracht werden. Der neue Eigentümer des Münchener Unternehmens zielt dabei auf eine Aufnahme in den Nebenwerteindex MDax.

"Wir wollen in drei bis fünf Jahren einen schönen MDax-Wert aus Rodenstock machen", sagte Uwe Kolb, Deutschlandchef der Beteiligungsfirma Bridgepoint, die Rodenstock kurz vor Weihnachten übernommen hatte, der "Süddeutschen Zeitung". Nachdem Rodenstock unter dem Finanzinvestor Permira restrukturiert worden sei, gehe es jetzt darum, die Internationalisierung des Unternehmens voranzutreiben. Geplant sei ein signifikantes Wachstum, vor allem in Osteuropa und Asien. "Wir prüfen außerdem einen Markteintritt in den USA", sagte Kolb.

Rodenstock solle aus eigener Kraft und auch durch Zukäufe wachsen. "Wir stellen Geld bereit, um selektive Akquisitionen zu unterstützen." Mit 100 Mitarbeitern zählt Bridgepoint dem Vorabbericht vom Freitag zufolge zu den größten Finanzinvestoren Europas und investiert vorwiegend in mittelständische Firmen.

Bei Rodenstock stellen rund 4300 Mitarbeiter an elf Standorten Brillengläser und -fassungen her. 2005 erzielte das Unternehmen, an dem neben Bridgepoint noch die Familie Rodenstock mit zehn Prozent und das Management mit fünf Prozent beteiligt sind, einen Umsatz von 345 Mio. Euro. Rodenstock ist nach eigenen Angaben in Europa die Nummer drei und weltweit die Nummer vier unter den Herstellern optischer Gläser und Fassungen.

Quelle: n-tv.de

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