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Starkes Jahr im Triebwerksbau Rolls-Royce dreht auf

Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce hat trotz des schwachen Dollars und steigender Stückkosten Umsatz und Ergebnis im abgelaufenen Jahr erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Umsatz von 7,16 Mrd. auf 7,44 Mrd. britische Pfund gewachsen, teilte die Gesellschaft in London mit. Der Vorsteuergewinn erhöhte sich um 13 Prozent auf 800 Mio. Pfund (1,07 Mrd. Euro), was Rolls-Royce mit Zuwächsen in allen Konzernbereichen begründete. Die Belastungen durch den schwachen US- Dollar seien damit mehr als ausgeglichen worden.

Von dem Gewinnplus sollen auch die Aktionäre profitieren. Geplant sei eine Anhebung der Gesamtjahres-Dividende von 9,59 Pence auf 13 Pence pro Aktie. Für die Zukunft sieht sich das Unternehmen dank voller Auftragsbücher gut gerüstet. Der Auftragsbestand belief sich Ende 2007 auf 45,9 Mrd. Pfund - ein Plus von 76 Prozent gegenüber Ende 2006. Rolls-Royce produziert und wartet Triebwerke unter anderem für die EADS-Tochter Airbus und Boeing.

Gegen einen weiteren Verfall der US-Währung - in der viele der Firmengeschäfte abgewickelt werden - hat sich Rolls-Royce nach eigenen Angaben langfristig abgesichert. Damit habe die Gesellschaft genügend Zeit, sich mit Kostensenkungen sowie einer stärkeren Produktion im Dollar-Raum auf die Belastungen einzustellen, hieß es.

Der Triebwerkshersteller hatte im Januar angekündigt, ungeachtet voller Auftragsbücher 2300 Stellen abzubauen. Als Grund nannte das Unternehmen gestiegene Stückkosten und die Auswirkungen des schwachen Dollar. Die Stellen sollen unter anderem in Deutschland, Großbritannien und den USA im Management, der Verwaltung und in der Produktion eingespart werden. Der Konzern beschäftigt weltweit 39 500 Menschen.

Quelle: ntv.de