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Insolvenzplan für Alitalia? Rom dementiert

Die italienische Regierung hat Berichte über einen Insolvenzplan für die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia dementiert. Eine italienische Nachrichtenagentur hatte zuvor berichtet, die Regierung wolle das Insolvenzrecht ändern, um die Fluggesellschaft einer Sonderverwaltung unterstellen zu können.

Berichten zufolge könnte die Bank Intesa, die ein Konzept zur Rettung der Alitalia vorlegen soll, eine Sonderverwaltung nach dem Vorbild des Gläubigerschutzes in den USA vorschlagen. Dann könnten profitable Unternehmensteile abgespalten und an Investoren verkauft werden. Am Mittwoch trat das Direktorium von Alitalia zu einer Sondersitzung zusammen. Zuvor hatte der potenzielle Investor Benetton erklärt, Alitalia brauche einen internationalen Partner zum Überleben.

Modekonzern als Airline-Retter

Die italienische Regierung habe den Modekonzern um Unterstützung bei einem Rettungsplan für Alitalia gebeten, sagte Finanzchef Gilberto Benetton der Zeitung "Il Sole 24 Ore". Konkrete Vorschläge seien aber noch nicht unterbreitet worden. "Es ist undenkbar, dass der Plan ohne einen internationalen Partner erfolgreich ist. Dieser muss sofort tätig werden, nicht erst in ein oder zwei Jahren", fügte Benetton hinzu.

"Wir müssen erst einmal einen Plan, Zahlen oder ein konkretes Angebot von der Beraterbank Intesa sehen", sagte Benetton. Intesa arbeitet derzeit im Auftrag der Regierung an einem Rettungsplan für die Fluggesellschaft. Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte bei seinem Amtsantritt im April die Rettung der Airline zum vorrangigen Ziel erklärt, nachdem der mögliche Partner Air France-KLM abgesprungen war. "Es ist undenkbar, dass der Plan ohne einen internationalen Partner erfolgreich ist. Dieser muss sofort tätig werden, nicht erst in ein oder zwei Jahren", fügte Benetton hinzu.

Berlusconi hatte vergangene Woche frisches Geld für den Verluste schreibenden Staatskonzern angekündigt, den die Regierung seit geraumer Zeit privatisieren will. Italien hatte Alitalia erst kürzlich 300 Mio. Euro zur Verfügung gestellt, damit die Fluggesellschaft ihren Betrieb aufrecht halten kann.

Quelle: n-tv.de

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