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Krebsmedikament floppt Rückschlag für Merck

Die Biopharma-Sparte von Merck hat einen Rückschlag bei der Entwicklung eines Krebsmedikaments erlitten. Der Antikörper Matuzumab habe bei Patienten mit metastasierendem Kolorektalkarzinom - einer Form von Darmkrebs - in einer Phase-II-Studie in Verbindung mit dem Chemotherapiemittel Irinotecan nicht wie erhofft angeschlagen, teilte Merck Serono am Mittwoch in Darmstadt mit.

Die Erwartungen der Forschungspartner Merck und Takeda hätten sich nicht erfüllt. Das Unternehmen überdenke daher die Weiterentwicklung des Wirkstoffs für diese Anwendung. Endgültige Daten aus der Studie sollen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

Für andere Krebsarten wollen Merck und Takeda die Prüfung von Matuzumab dagegen fortsetzen. Derzeit wird die Substanz in klinischen Studien der Phase-II an Patienten mit Lungen- und Magenkrebs erprobt. Erste Daten aus diesen Untersuchungen sollen nach Angaben eines Merck-Sprechers frühestens im ersten Halbjahr 2008 vorliegen. Medikamentenkandidaten müssen drei Phasen der klinischen Erprobung am Menschen vor einem Zulassungsantrag erfolgreich bestehen.

Merck und Takeda arbeiten seit September 2005 bei Matuzumab zusammen. Zuvor hatte Merck die Substanz allein entwickelt. Matuzumab ist wie das Merck-Krebsmittel Erbitux ein monoklonaler Antikörper, der das unkontrollierte Wachstum von Tumorzellen hemmen soll. Manche Analysten hatten dem Wirkstoff, der bei der Behandlung von Lungen-, Magen- und Darmkrebs eingesetzt werden soll, Spitzenumsätze von mehr als einer halben Milliarde Euro zugetraut.

Quelle: n-tv.de