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A380 mit Europa-Premiere Superjumbo landet in London

Das größte Passagierflugzeug der Welt fliegt von nun an auch regelmäßig nach Europa. Um kurz vor drei Uhr Ortszeit landete erstmals ein Airbus A380 im Linienverkehr auf dem Londoner Flughafen Heathrow. Flugnummer SQ308 der Singapore Airlines wurde mit Wasserfontänen der Flughafenfeuerwehr begrüßt. Künftig verkehrt der Jet täglich zwischen London und Singapur. Damit ist die Verbindung nach der Strecke Singapur-Sydney die zweite Linienverbindung der A380. Im vergangenen Oktober war der Superjumbo in den Liniendienst gestellt worden.

Die 449 Passagiere an Bord des ersten Linienfluges nach Europa erhielten Urkunden für ihre Teilnahme, sieben von ihnen waren auch auf dem Premierenflug nach Sydney dabei. "Es ist so leicht und ruhig in dem Flieger", staunte ein Passagier nach der Landung. Die Plätze für den Flug seien bereits kurz nach der Bekanntgabe der genauen Termine Ende Januar ausverkauft gewesen, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft. Der Einsatz der A380 auf der beliebten Strecke mache es möglich, mehr Passagiere bei gleicher Anzahl von Flügen zu transportieren. Gegen 19 Uhr Ortszeit sollte der A380 zum Rückflug nach Singapur antreten.

In London landete die dritte A380 der Singapore Airlines. Die Fluggesellschaft ist der erste kommerzielle Betreiber des Superjumbos. Wegen Produktionsproblemen fertigt Airbus die A380 bisher noch nicht in Serie, sondern in Einzelstücken. Der europäische Flugzeugbauer will in diesem Jahr insgesamt 13 A380 ausliefern, die alle noch per Hand nachverkabelt werden müssen. Die Version der Singapore Airlines ist mit 471 Plätzen geräumiger ausgestattet als die Grundversion mit 525 Sitzen. Für betuchtere Passagiere bietet die Fluglinie zwölf Suiten - komplett ausgestattet mit Doppelbett und Riesen-Fernseher.

Um Heathrow tauglich für den Riesenvogel zu machen, hat der Flughafenbetreiber mehr als 100 Mio. Pfund investiert: das Terminal, die Oberflächen und die Beleuchtung der Landebahnen, Rollbahnen und Parkbuchten mussten an die Größe und das Gewicht des Airbus angepasst werden. Die Ankunft der A380 nutzten Gegner der Flughafenausbaupläne für erneute Proteste. John Stewart, Sprecher einer Gruppe von Ausbau-Gegner sagte: "Wenn Flughafenbetreiber BAA sich wirklich für die Anwohner interessieren würde, würde er die höheren Passagierzahlen im A380 nutzen, um die Anzahl der Flüge zu reduzieren, anstatt über einen weiteren Ausbau nachzudenken."

Quelle: ntv.de