Meldungen

Radikaler Stellenabbau UBS will Ruder rumreißen

Der strategische Wende bei der schweizerischen Großbank UBS dürfte viele Stellen kosten. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, wird das Zürcher Institut in der nächsten Woche einen radikalen Sparplan vorstellen, der vor allem das Investment-Banking in Westeuropa betrifft.

In diesem Bereich erwarten mit der Angelegenheit vertraute Personen einen Stellenabbau von mehr als 3.000 Mitarbeitern. Dies könnte aber erst der Anfang sein, möglicherweise komme es im Sommer zu weiteren Sparmaßnahmen, schätzen Beobachter.

Die UBS verwies auf Nachfrage der Zeitung auf ein Interview, das Konzern-CEO Marcel Rohner vor wenigen Tagen gegeben hatte und in dem er Spekulationen über einen Abbau von bis zu 4.000 Stellen als zu hoch bezeichnet hatte.

Suche nach Notausgang

Die Schweizer Großbank will mit einer neuen Führungsspitze und frischem Kapital einen Ausweg aus den dramatischen Folgen der US-Kreditkrise finden. Die Generalversammlung wählte am Mittwoch in Basel den bisherigen Chefjuristen Peter Kurer (58) zum neuen Verwaltungsratschef als Nachfolger von Marcel Ospel (58), der sein Amt nach sieben Jahren zur Verfügung gestellt hatte. Gleichzeitig billigten die Anteilseigner eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von 15 Mrd. Franken (9,3 Mrd. Euro).

Zuvor hatte die Führung des noch immer größten Vermögensverwalters der Welt schwere Fehler eingeräumt. Das Vertrauen in die Bank sei nachhaltig gestört. Zahlreiche, vor allem Schweizer Kunden, haben der Großbank den Rücken gekehrt. Ospel räumte auf der zum Teil von heftigen Reaktionen der Aktionäre begleiteten Generalversammlung ein, dass es Banken gebe, die vorsichtiger agiert und einiges besser gemacht hätten als die UBS. "Wir haben Fehler gemacht und erste Lehren daraus gezogen."

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.