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Börsengang der Bahn Volksaktie - nein danke

Für den im Herbst geplanten Börsengang sucht die Bahn vor allem institutionelle Investoren. 90 Prozent des Aktienbündels der DB Mobility Logistics soll an Großanleger gehen. Insgesamt sollen 24,9 Prozent der neuen Tochter veräußert werden.

Je 33 Prozent des Platzierungssvolumens sollen an den Bundeshaushalt und das Bundesverkehrsministerium gehen. Mit dem letzten Drittel will Bahnchef Hartmut Mehdorn das Eigenkapital erhöhen. Willkommen sind laut Finanzvorstand Diethelm Sack vor allem institutionelle Anleger aus Asien, vor allem Japan; aber: "Auch die russische Bahn und die französische können bei uns investieren."

Rabatte für Privatanleger werden nicht eingeräumt, verkündete Mehdorn. Auch werde es "keine Kampagne mit Prominenten" geben. Einzig für Mitarbeiter werde ein spezielles Programm aufgelegt. Damit ist klar, dass die Bahn nicht wie seinerzeit die Telekom von Staats- in Volksbesitz übergeben werden soll.

Als Termin für den Börsengang bestätigten die Vorstände den Herbst. Es laste kein Verkaufsdruck auf der Bahn, versicherte Mehdorn. "Wir werden die Aktie zu irgendeinem Zeitpunkt zu irgendeinem Preis anbieten." Je nach Reaktion des Marktes, werde man dann verkaufen oder nicht. Gleichzeitig bestätigten die Manager, dass die Handelsaufnahme für Herbst geplant sei, ohne Berücksichtigung der weiteren börslichen Entwicklungen: "Ich glaube nicht, dass die Finanzmarktkrise etwas mit unserem Geschäft zu tun hat", sagte Sack.

Das Platzierungsvolumen wird auf fünf bis sechs Mrd. Euro geschätzt. Der Bund erhofft sich sogar acht Mrd. Euro.

Quelle: ntv.de