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Gute Daten von Nummer 5 Wells Fargo gibt Auftrieb

Die Krise an den Kreditmärkten hat die fünftgrößte US-Bank Wells Fargo nicht so stark getroffen wie befürchtet. Das Institut wies am Mittwoch vor Handelsbeginn in den USA einen Gewinn von 1,75 Mrd. Dollar oder 53 Cent je Aktie aus und lag damit über den Prognosen von Analysten, die 48 Cent erwartet hatten. Die Einnahmen kletterten um 16 Prozent auf 11,5 Mrd. Dollar. Wells Fargo kündigte zudem an, seine Dividende um zehn Prozent anzuheben. Wells-Fargo-Aktien stiegen nach Vorlage der Zahlen vorbörslich um mehr als sieben Prozent. Die Futures für die US-Börsen drehten ins Plus.

Die Zahlen machten die schlechten Nachrichten wett, die es im Zuge der Kreditmarktkrise auch bei Wells Fargo gab. Die Bank erklärte, für mögliche Verluste aus Kreditgeschäften 3,01 Mrd. Dollar an die Seite zu legen. Vor Jahresfrist hatten die Rückstellungen dafür noch bei 720 Mio. Dollar gelegen. "Natürlich sind auch wir von der schlechten Wirtschaftsentwicklung betroffen", erklärte Firmenchef John Stumpf. "Aber wir glauben, dass wir einer der am besten aufgestellten Finanzdienstleister sind und aus der Krise gestärkt hervorgehen."

Unmittelbar nach dem Zwischenbericht von Wells Fargo legten die Aktienkurse europaweit zu. Der Dax, der am Mittag kurz unter 6000 Punkte gerutscht war, zog an und notierte mit 6099 Zählern kurzzeitig wieder 0,3 Prozent höher. "Es ist aber fraglich, wie lange das hält", sagte ein Händler. "Die guten Zahlen von Wells Fargo und Abbott Lab sorgen für Erleichterung. Setzt sich der Trend robuster Quartalszahlen fort, dürfte man auf diesen Kursniveaus überdenken müssen, ob die Abgaben nicht eine Übertreibung waren", hieß es vom Parkett.

Angenehme Quartalszahlen

Der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories lag mit einem Gewinn je Aktie von 0,85 Dollar im zweiten Quartal ebenfalls über den Erwartungen. In dieser Woche werden noch eine Reihe weiterer Quartalszahlen erwartet, unter anderem werden auch weitere US-Banken ihre Zwischenberichte vorlegen.

Quelle: ntv.de

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