Mittwoch, 03. Januar 2018: Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel

17:40 Uhr

Rekordrausch in den USA reißt Dax mit

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Der deutsche Leitindex Dax profitiert zur Wochenmitte von der guten Stimmung an den Börsen und übersteigt das erste Mal in diesem Jahr wieder die Marke von 13.000 Punkten. Zum Tageshoch zählt der Dax 13.024 Stellen. Am Ende kommt der Index wieder etwas zurück, kann dennoch satte 0,8 Prozent auf 12.978 Punkte zulegen.

Befeuert werden die Kurse vor allem von neuen Rekorden an den US-Börsen: Sowohl der Dow-Jones-Index als auch der marktbreite S&P-500 und der Technologie-Index Nasdaq 100 steigen auf neue Bestmarken. Der Dow klettert auf mehr als 24.900 Punkte und nimmt nun die 25.000er-Marke ins Visier.

Unterstützung bekommen die Börsen in Europa auch vom Euro, der zur Wochenmitte wieder etwas an Wert verliert. Teilnehmer verweisen in diesem Zusammenhang auf die Veröffentlichung des Protokolls der Dezember-Sitzung der US-Notenbank am Abend, die dem US-Dollar etwas Rückendeckung liefern könnte.

Video

Größter Gewinner im Dax ist die Aktie von Thyssenkrupp, die um 4,2 Prozent zulegt. Dahinter folgen VW und Chiphersteller Infineon mit Aufschlägen von 3,5 bis 3,2 Prozent.

Ein furioser Handelstag geht damit zu Ende - zumindes an der Frankfurter Börse. Ob sich die Kurse an der Wall Street noch weiter in die Höhe schrauben, davon berichten Ihnen am Abend meine Kollegen. Ich darf mich hiermit von Ihnen verabschieden und wünsche Ihnen einen schönen Abend.

Ihr Kai Stoppel

17:25 Uhr

TecDax springt auf Rekordhoch

Die gute Stimmung am Tech-Aktienmarkt zahlt sich aus: Der TecDax ist das erste Mal über die Marke von 2600 Punkten gestiegen, handelt aktuell 1,6 Prozent höher bei 2596 Punkten. Spitzenreiter sind Siltronic mit einem Aufschlag von 5,7 Prozent, dahinter legen Aixtron 5,5 Prozent zu.

17:08 Uhr

Diskussionen um Bitcoins halten an

16:45 Uhr

Fataler Design-Fehler lässt Intel-Aktie einbrechen

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Im hohen Bogen werfen Anleger an der Wall Street die Aktien des Chipbauers Intel aus ihren Depots, die in der Folge um 3,8 Prozent auf 45,05 Dollar einbrechen und damit Schlusslicht im Dow Jones sind.

Einem Bericht der Technik-Website "The Register" zufolge haben Intel-Chips einen Design-Fehler, der ein Sicherheitsrisiko darstellen soll. Die Systemkerne für die Betriebssysteme Windows und Linux hätten neu entwickelt werden müssen. Auch das Betriebssystem von Apple Mac OS brauche ein Update, hieß es auf der Website weiter.

Die Nachricht beflügelt Aktien des Rivalen AMD (Advanced Micro Devices), die in der Spitze 7,3 Prozent auf 11,78 Dollar zulegen. Im vergangenen Jahr hatten Intel 27 Prozent zugelegt, während AMD neun Prozent verloren.

16:18 Uhr

Anleger bleiben nervös - Ölpreise ziehen erneut an

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Die Proteste im Iran machen die Anleger an den internationalen Ölmärkten weiter nervös. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 67,13 Dollar je Barrel (159 Liter) und lag damit nur knapp unter dem am Dienstag erreichten Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 67,29 Dollar. US-Leichtöl WTI kostete mit 60,96 Dollar ein Prozent mehr und damit so viel wie zuletzt im Juni 2015.

Da bislang die Unruhen im Iran die Ölproduktion des Opec-Mitgliedes nicht berührt haben, beschrieben Analysten die Preisbewegung als übertrieben. Dies gelte vor allem mit Blick auf die Wiederherstellung der Lieferungen aus der Nordsee und Libyen, die Ende 2017 aus technischen Gründen ausgefallen waren.

15:52 Uhr

Chinas Notenbank kann Minern nicht Stecker ziehen

(Foto: imago/Science Photo Library)

In China versuchen die Behörden dem Phänomen der Kryptowährung Bitcoin Herr zu werden: Der Handel ist bereits nicht mehr möglich, aber immer noch werden Bitcoins in China durch sogenanntes Mining gewonnen. Vergleichsweise günstige Computer und niedrige Strompreise verschaffen den Bitcoin-"Schürfern" in der Volksrepublik dabei Standortvorteile. Allerdings: Das Geschäft mit der Erzeugung der umstrittenen Digitalwährung gilt als ein Schlupfloch, um Kapitalkontrollen zu umgehen.

Die Notenbank sieht einem Insider zufolge bei möglichen staatlichen Eingriffen auf das Mining ihre Hände gebunden: Bei einem Treffen mit staatlichen Internet-Finanzaufsehern habe die Zentralbank Ende Dezember betont, dass sie auf die stromintensive Erzeugung von Bitcoins keinen direkten Einfluss nehmen könne. Allerdings sei es ihr möglich, örtliche Behörden darum zu bitten, sagte der Gewährsmann, der anonym bleiben wollte.

15:45 Uhr

Aussicht auf Wirtschaftsboom treibt Wall Street an

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Die Aussicht auf eine Belebung der Weltwirtschaft treibt die US-Börsen weiter an. Händler verweisen auf mehrere Umfragen aus Industrieländern, die auf eine Verfestigung des Aufschwungs hindeuteten und bislang noch zurückhaltende Investoren zu Käufen ermutigten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 0,1 Prozent fester bei 24.838 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legt knapp 0,2 Prozent auf 2699 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq klettert um 0,3 Prozent auf 7025 Zähler.  

15:28 Uhr

Russische Gasexporte nach Europa auf Rekordniveau

(Foto: picture alliance / dpa)

Politisch ist die Stimmung zwischen Europa und Russland nach wie vor angespannt, wirtschaftlich hingegen geht es wieder aufwärts. Zumindest was den Warentransport von Ost nach West betrifft: Im vergangenen Jahr legt der russische Gasexport nach Europa um mehr als acht Prozent zu und steigt auf ein Rekordhoch von 193,9 Milliarden Kubikmetern, teilt das russische Unternehmen Gazprom laut Financial Times mit.

Gazprom besitzt das Monopol über die nach Europa führenden russischen Gas-Pipelines. Allerdings musste die Firma jüngst die Preise senken, da EU-Länder in den Bau von Terminals zum Import von Flüssiggas investieren – etwa aus Katar oder den USA.

14:26 Uhr

Burger-Kette setzt auf Blockchain - Aktienkurs explodiert

Es sind schon verrückte Zeiten - die Zeiten des Krypto-Rausches. Und noch immer strahlt die Aura der hinter Kryptowährungen wie Bitcoin stehenden Technik, der Blockchain. Erneut schafft es ein Unternehmen, mit der bloßen Ankündigung, auf die Blockchain-Technologie zu setzen, für Begeisterung bei Anlegern zu sorgen.

Es handelt sich um die Firma Chanticleer Holdings, die in den USA unter anderem neun Restaurants der Burger-Kette Hooters  betreibt. Man wolle in Zukunft bei einem Kundenbindungsprogramm auf Blockchain setzen, kündigt das Unternehmen laut CNN an. An der Börse ist man sogleich entzückt: Der Kurs der an der Nasdaq gehandelten Aktie schießt um sagenhafte 50 Prozent nach oben.

Das Unternehmen will eine eigene Kryptowährung namens Mobivity Merit einführen, die mit der Blockchain auf derselben Technik basiert wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple. Sie soll es den Kunden möglich machen, Treuepunkte auf "gänzlich neue Art und Weise zu nutzen", sagt Michael Pruitt, Chef von Chanticleer Holdings, gegenüber CNBC.

14:05 Uhr

Kursfeuerwerk - Anleger setzen auf Jute-Boom in Indien

"Allet Jute kommt von oben", sagt man in Berlin. In Indien ist es umgekehrt: Dort geht Jute nach oben, genauer gesagt die Aktienkurse der Verarbeiter dieser Pflanzenfasern. Hintergrund ist die geplante Pflicht in Indien zur Verpackung von Getreide und Zucker in Jute.

Die Aktien von Ludlow, Cheviot und Gloster steigen um jeweils etwa 20 Prozent. Die Titel der beiden letzteren waren mit 1490 und 745,35 Rupien so teuer wie noch nie. Hätte man mal in Jute investiert – aber wer kommt da schon drauf?

Jute-Produktion in Assam, Indien.
Jute-Produktion in Assam, Indien.(Foto: REUTERS)

 

13:54 Uhr

Steigt der Dow Jones auf neuen Rekordstand?

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Neue Allzeithochs könnte es heute an der Wall Street geben - etwa beim Dow-Jones-Index. Die freundliche Stimmung in den USA setzt sich damit ins neue Jahr fort.

Im Blick in den USA steht das Fed-Protokoll der jüngsten Notenbanksitzung, von dem sich Teilnehmer Fingerzeige zur Zahl der Zinserhöhungen 2018 erhoffen. Daneben könnten die Anleger im Vorfeld der Dezember-Arbeitsmarktdaten am Freitag noch etwas die Luft anhalten. Die übliche Vorab-Indikation durch den ADP-Bericht ist wegen Neujahr auf den Donnerstag verschoben worden.

13:26 Uhr

Katar bringt Flüssiggas-Giganten an den Start

(Foto: REUTERS)

Ungeachtet des Streits mit seinen Nachbarstaaten und der andauernden Blockade gegen das Emirat bringt Katar ein gewaltiges Flüssiggasprojekt zum Abschluss: Die Fusion seiner beiden führenden Gasunternehmen zum weltweit größten Produzenten von Flüssiggas sei perfekt, meldet der Golfstaat.

Qatargas operiere seit Beginn dieses Jahres, erklärte der Vorstandsvorsitzende von Qatar Petroleum, Saad al-Kaabi, laut Mitteilung. Das neue Unternehmen ist aus den beiden Firmen Qatargas und Rasgas entstanden, die bislang die beiden größten Flüssiggas-Produzenten der Welt waren. Katar ist der weltweit größte Produzent von Flüssiggas. Das Emirat liefert dem Weltmarkt rund 30 Prozent der Gesamtmenge.

12:50 Uhr

Analysten: Euro wird weiter an Wert gewinnen

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Der Euro hat gerade einen Lauf. Zuletzt notierte die europäische Gemeinschaftswährung so hoch wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Gegen Mittag steht er bei 1,2015 Dollar. Devisenanalysten des Finanzdienstleisters ING trauen ihm aber noch mehr zu und sehen den Euro im zweiten Quartal auf 1,25 US-Dollar steigen.

Die Experten sprechen nicht nur von einer Dollarschwäche, sondern sehen auch Argumente für eine Eurostärke vor dem Hintergrund einer boomenden Eurozonen-Wirtschaft. Doch bevor der Höhenflug einsetze, werde sich der Euro eine gewisse Zeit bei 1,20 Dollar halten.

12:24 Uhr

Plus zehn Prozent - Next-Aktie im Nachweihnachts-Rausch

(Foto: REUTERS)

Besonders gut lief das Weihnachtsgeschäft beim britischen Modehändler Next - das Unternehmen hebt daraufhin seine Gesamtjahresziele an. Auf dieser Basis blicke er "sehr viel zuversichtlicher" in die Zukunft, betonte Firmenchef Simon Wolfson. Diese Einschätzungen teilen auch die Anleger: Die Next-Aktie schießt um knapp zehn Prozent nach oben. Im Windschatten von Next gewinnen die Titel von Marks & Spencer, Debenhams und der Primark-Mutter AB Foods bis zu 2,4 Prozent.

11:47 Uhr

Goldrausch treibt Bestand Deutscher Börse auf Rekordhoch

(Foto: dpa)

Eigentlich nennt man Gold eine "Krisenwährung", da das Edelmetall in schlechten Zeiten als verlässlicher Wert gefragt ist. Von Krise ist derzeit jedoch nichts zu spüren, dennoch ist Gold wieder sehr beliebt. Die zuletzt rasante Nachfrage hat die Goldbestände der Deutschen Börse 2017 sogar auf einen Höchststand getrieben.

Zum Jahresende lagerten gut 175 Tonnen des Edelmetalls in den Tresoren des Unternehmens in Frankfurt, wie die Deutsche Börse am Mittwoch mitteilte. Das waren fast 50 Prozent mehr als zum Jahresende 2016, als die Goldbestände bei knapp 117,6 Tonnen gelegen hatten.

Der Goldpreis setzt seinen Höhenflug der vergangenen Handelstage unterdessen fort und markiert den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) steigt zeitweise bis auf 1321,56 US-Dollar.

11:07 Uhr

Zweite Kryptowährung knackt 100-Milliarden-Marke

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Bisher ist der Bitcoin die Kryptowährung mit der größten Marktkapitalisierung weltweit: Laut Datenanbieter Coinmarketcap ist der gesamte Bitcoin-Bestand zuletzt rund 254 Milliarden US-Dollar wert. Das ist deutlich mehr als alle weiteren digitalen Währungen aufweisen. Ein Bitcoin kostet zurzeit etwa 15.141 Dollar.

Nun ist es erstmals einer zweiten Kryptowährung gelungen, mehr als 100 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung aufzubauen. Bislang galt Ethereum als heißester Anwärter auf diesen Erfolg - das Netzwerk mit der Währung Ether hatte bei der Marktkapitalisierung lange den zweiten Platz hinter Bitcoin inne.

Nun wurde Ethereum jedoch von der Kryptowährung Ripple überholt - nach deren massivem Kursanstieg von mehr als 1000 Prozent im Dezember. Ripple knackt zuletzt als erste Digital-Münze nach Bitcoin die 100-Milliarden-Dollar-Marke und hat nun einen Gesamtwert von zuletzt 106 Milliarden US-Dollar.

10:34 Uhr

Deutsche Tech-Werte erleben Boom

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Der TecDax ist am Morgen mit einem Plus von mehr als einem Prozent der große Gewinner am deutschen Aktienmarkt. Fast alle Tech-Werte können zulegen, das obere Drittel zwischen 1,6 und 5,0 Prozent. Auslöser sind die starken US-Vorlagen im Technologie-Sektor.

Ganz oben im TecDax stehen Evotec rund 5 Prozent Plus. Dicht dahinter folgen Nordex, Morphosys und SMA Solar mit deutlich über 3 Prozent Zugewinn. In Europa sind vor allem die Halbleiterwerte gesucht. So steigen STMicro um 1,8 Prozent und im Dax Infineon um 1,7 Prozent.

10:00 Uhr

Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt auf Tiefstand

Der Boom der deutschen Wirtschaft drückt die Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. 2017 waren bei der Bundesagentur für Arbeit durchschnittlich 2,533 Millionen Frauen und Männer ohne Job registriert. Das seien 158.000 weniger als 2016, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Die Quote sank auf 5,7 Prozent von 6,1 Prozent.

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09:58 Uhr

Starker Preisanstieg - Palladium nun wertvoller als Platin

Es hat ähnliche chemische Eigenschaften wie Platin, ist aber nicht so bekannt: Die Rede ist von dem Metall Palladium, welches an den weltweiten Märkten zuletzt immer mehr an Wert zugelegt hat. Mittlerweile ist es sogar wertvoller als Platin - am Dienstag erreichte der Preis für eine Feinunze mit 1090 Dollar ein Rekordhoch.

Der Grund für den Preisanstieg ist die hohe Nachfrage aus der Automobilindustrie, die Palladium in Katalysatoren verarbeitet. Gleichzeitig war das Angebot an Palladium über Jahre hinweg gering. Einige Analysten fragen sich nun, ob die Autohersteller wegen des Preisanstiegs nun Palladium wieder durch Platin ersetzen.

(Foto: REUTERS)

 

09:24 Uhr

Dax-Debakel zunächst abgewendet

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Nach einem mauen Jahreauftakt sieht es einen Tag später schon freundlicher aus am deutschen Aktienmarkt: Der Dax kann am morgen rund 0,4 Prozent zulegen und steigt mit 12.925 Punkten knapp an die 13.000er-Marke heran. Die Sorgen am Markt vor einem ähnlich desaströsen Jahresauftakt wie 2016 dürften sich damit erst mal verflüchtigen.

Es seien unter anderem die jüngsten Kursgewinne an der Wall Street, die Anleger zum Einstieg in den deutschen Aktienmarkt ermuntern. "Die Euphorie aus den USA kommt wieder in Europa an", sagt Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Aber auch der am Morgen wieder leicht nachlassende Euro dürfte einen Anteil an den Gewinnen haben – je "günstiger" der Euro ist, desto besser für exportorientierte Unternehmen, von denen im Dax einige vertreten sind.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:19 Uhr

Experte: Dax-Erholung wenn Euro-Störfeuer ausbleibt

Einen kleinen Lichtblick im Dax sieht Chart-Experte Orlando Pereira Rodrigues von Donner & Reuschel nach der Erholung im späten Vortagesgeschäft. Sollte kein erneutes Störfeuer vom Euro kommen, dürfte sich das positive Signal der "Hammer"-Formation im Dax durchsetzen. Zudem habe der Index bei 12.871 Punkten geschlossen und konnte somit die Unterstützung bei 12.847 vorerst verteidigen. Dies sei "der erste Lichtblick seit einigen Handelstagen", unterstreicht Rodrigues. Ein Überhandeln der wichtigen Marke bei 12.951 sei möglich, solange der Euro in einer Seitwärtsbewegung bleibe. Negativ wäre dagegen ein Unterhandeln der 12.847, dann könnte die 200-Tagelinie im Dax wieder in den Fokus rücken.

07:19 Uhr
Frische Farben gegen die drohende Wintertristesse: An der Börse macht sich neuer Optimismus breit.
Frische Farben gegen die drohende Wintertristesse: An der Börse macht sich neuer Optimismus breit.(Foto: picture alliance / Federico Gamb)

Dax hebt den Blick

Am deutschen Aktienmarkt hellt sich die Stimmung auf: Der zweite Handelstag des neuen Jahres dürfte aller Voraussicht nach mit einer leichten Aufwärtsbewegung beginnen.

  • Der Leitindex Dax wird auf Teleboerse.de zum Auftakt bei 12.900,50 Punkten gesehen, was einem Plus von 0,2 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Börsenbarometer 0,4 Prozent im Minus bei 12.871,39 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Zur Wochenmitte stehen gewichtigere Konjunkturdaten auf der Agenda: Kurz vor 10.00 Uhr (MEZ) erreichen Arbeitslosenzahlen aus Deutschland den Markt. Am späten Nachmittag wird dann aus den USA der ISM-Index zur Lage in der US-Industrie zum Jahresende erwartet.

Die Entwicklung der Kurse dürfte für institutionelle Investoren zur Wochenmitte jedoch eher in den Hintergrund treten. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Umsetzung der Mifid-2-Regularien mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen dürfte.

"Das ist die größte Änderung der Rahmenbedingungen in den vergangenen 20 Jahren", meinte ein Händler am Morgen. Bei vielen Marktteilnehmern stünde nur die Umsetzung dieses neuen Regelwerks und die Einbindung in den täglichen Arbeitsablauf im Vordergrund. "Der Aktienmarkt dürfte noch eine Woche lang eher Nebensache sein, bis klar ist, dass alles richtig läuft", vermutet der Händler.

Zudem sehen sich Anleger, heißt es, mit einem "neuen Superthema" konfrontiert: Der Rückkehr der Inflation. In den USA waren die Erwartungen für den Inflationsanstieg mit 2,01 Prozent über die Zielsetzung der US-Notenbank gestiegen. Dies übe Druck auf die Aktienbewertungen und den Dollar aus, heißt es aus dem Handel. Der Euro könnte seine Aufwärtsbewegung daher wieder aufnehmen.

06:52 Uhr
Die neue Stärke des Euro: Der Kurs der Gemeinschaftswährung nähert sich der Marke von 1,21 Dollar.
Die neue Stärke des Euro: Der Kurs der Gemeinschaftswährung nähert sich der Marke von 1,21 Dollar.(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Euro baut neue Stärke auf

Am Devisenmarkt gibt es im fernöstlichen Geschehen aus europäischer Sicht zunächst nur kleinere Bewegungen.

  • Der Euro notiert am frühen Morgen kaum verändert bei 1,2057 Dollar.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren ersten Referenzkurs des neuen Jahres zuvor auf 1,2065 (Freitag: 1,1993) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8288 (0,8338) Euro.
  • Der Dollar hält sich zur japanischen Währung bei 112,30 Yen.

Am Vortag - dem ersten regulären Handelstag des neuen Jahres - hatte der Euro einen Teil seiner anfänglichen deutlichen Kursgewinne zwar wieder abgegeben, insgesamt präsentierte sich die Gemeinschaftswährung aber weiter recht stark. Am Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,2030 Dollar gehandelt. Zwischenzeitlich war der Kurs bis auf 1,2081 Dollar gestiegen und damit fast auf den höchsten Stand seit Anfang 2015.

06:40 Uhr
06:32 Uhr
Kursanstieg zum Jahresbeginn: 2018 verspricht Anlegern in Asien steigende Gewinne.
Kursanstieg zum Jahresbeginn: 2018 verspricht Anlegern in Asien steigende Gewinne.(Foto: REUTERS)

In Asien steigt die Risikolust

Aufkeimender Konjunkturoptimismus verleiht den asiatischen Börsen zur Wochenmitte weiteren Auftrieb. Die Breite des wirtschaftlichen Aufschwungs weltweit sei außerordentlich, bestätigte Deutsche-Bank-Analyst Alan Ruskin. Dies mache den Anlegern Mut und verstärke die Risikolust am Markt.

  • Der CSI-100-Index der wichtigsten Unternehmen an den chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzen stieg den vierten Handelstag in Folge und notiert gut 1,6 Prozent höher bei 4147 Punkten. Auch die Märkte in Hongkong und im südkoreanischen Seoul legen zu.
  • An der Börse in Tokio findet wegen eines weiteren Feiertags nach dem Jahreswechsel auch am Mittwoch noch kein Handel statt.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewinnt 0,4 Prozent und nähert sich damit seinem Rekordhoch von Ende 2007 an.
06:00 Uhr