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Spektakel am Nachthimmel "Blutmond" vielerorts gut zu sehen

Frühaufsteher hatten die Chance, ein seltenes Schauspiel zu verfolgen. Sonne, Erde und Mond liegen in einer Linie - für Hobbyastronomen bedeutete das, dass sie auch in Deutschland einen seltenen "Blutmond" zu sehen bekamen. Doch nicht überall war der Himmel klar.

Am frühen Morgen hatten Mondgucker die Chance auf ein seltenes Spektakel: Der Vollmond schimmerte während einer totalen Mondfinsternis rötlich. In weiten Teilen Deutschlands war der Himmel bei frostigen Temperaturen überwiegend klar oder nur gering bewölkt. Nur im Norden und im Alpenvorland verdeckten Wolken den "Blutmond".

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Zu einer Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond kommen. Sonne, Erde und Mond liegen bei dieser Finsternis genau auf einer Linie. Das Schauspiel begann gegen 4.34 Uhr, als der Vollmond langsam in den Kernschatten der Erde rückte. Um etwa 5.41 Uhr war der Mond vollkommen im Kernschatten verschwunden - die totale Mondfinsternis hatte begonnen.

Etwa eine Stunde lang konnte der "Blutmond" bestaunt werden, bevor er um 6.44 Uhr langsam aus dem Kernschatten herausrückte. Damit endete die totale Mondfinsternis wieder. Laut Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt werden erst zu Silvester 2028 und in der Nacht zum 22. Dezember 2029 in Mitteleuropa wieder zwei totale Mondfinsternisse stattfinden, die ebenfalls gut zu beobachten sind.

Die Strahlen der Sonne werden in der Atmosphäre der Erde gebrochen. Da nur das langwellige rötliche Licht zum Mond gelangt, schimmert dieser rötlich. Da der Mond gerade auf einem besonders erdnahen Abschnitt seiner in etwa elliptischen Bahn ist, erscheint er zudem besonders groß.

Die Verfinsterung des Erdbegleiters findet übrigens genau sechs Monate vor dem 50. Jahrestag der ersten Mondlandung statt: Am 21. Juli 1969 betrat der US-Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch den Mond.

Quelle: n-tv.de, jug/dpa/AFP

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