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Metropolen im Klimawandel Europas Städten droht Hitze wie in Australien

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In Australien sind die Menschen Hitze gewohnt. Temperaturen wie in "down under" kann es künftig auch in vielen anderen Großstädten der Welt geben.

(Foto: REUTERS)

Der Klimawandel wird das Wetter in Großstädten stark verändern, sagen Wissenschaftler der ETH Zürich voraus. Mancherorts dürfte das zu komplett neuen Klimaverhältnissen führen. In manchen europäischen Städten könnte es in 30 Jahren sogar so heiß wie in Australien werden.

Die Metropolen der Welt müssen sich einer Studie zufolge auf eine drastische Erwärmung des Stadtklimas einstellen. 77 Prozent der 520 größten Städte würden bis zum Jahr 2050 einen deutlichen Wandel der klimatischen Bedingungen erleben, heißt es in einer Studie von Wissenschaftlern der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. 22 Prozent der Städte müssen sich demnach sogar auf völlig neue Klimaverhältnisse einstellen.

Auf der Nordhalbkugel würden in Großstädten künftig Klimabedingungen herrschen, wie sie heute mehr als 1000 Kilometer weiter südlich vorherrschen, heißt es in der im US-Wissenschaftsmagazin "Plos One" abgedruckten Studie.

In europäischen Metropolen werden die Sommer um 3,5 Grad wärmer, die Temperaturen im Winter steigen um 4,7 Grad. London wird demnach Verhältnisse bekommen wie heute Madrid, das Klima in Paris wird den heute im australischen Canberra herrschenden Bedingungen entsprechen.

Optimistische Schätzungen als Grundlage

Für die Studie hatten die Forscher eine vergleichsweise optimistische Schätzung des globalen Temperaturanstiegs im Zuge des Klimawandels zugrundegelegt. Für ihre Modellrechnungen nahmen sie an, dass die Durchschnittstemperaturen um 1,4 Grad steigen.

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 schreibt eine Begrenzung des Temperaturanstiegs unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor. Vor diesem Hintergrund riefen die Forscher zu weiteren Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel auf.

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Quelle: n-tv.de, aeh/AFP

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