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"Wie aus einem Horrorfilm" Forscher entdecken "Monster"-Amphibie

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Der Riesen-Salamander soll so groß wie ein Kleinwagen gewesen sein.

(Foto: twitter.com/ben_stich)

In Portugal gelingt Forschern ein Sensationsfund: Bei Ausgrabungen entdecken sie das Fossil einer bisher unbekannten, dafür aber riesigen Spezies. Sie zählt zu den größten Raubtieren vor über 200 Millionen Jahren. Nun hoffen die Wissenschaftler auf weitere Funde.

Forscher haben in einem ausgetrockneten See die Fossilien einer Art Riesen-Salamander entdeckt - einer bislang unbekannten Spezies. "Diese Amphibie erinnert an ein Monster, das geradewegs einem Horrorfilm entsprungen ist", erklärte Steve Brusatte, Hauptautor der im US-Fachblatt "Journal of Vertebrate Paleontology" veröffentlichten Arbeiten zu dem Fund. "Es war so groß wie ein kleines Auto und hatte einen großen, flachen Kopf mit hunderten spitzen Zähnen."

Die Metoposaurus algarvensis konnte eine Länge von zwei Metern erreichen. Die Kreatur erinnerte an ein Krokodil, lebte in Seen und Flüssen und ernährte sich ausschließlich von Fischen. Der Riesen-Salamander zählte zu den größten Raubtieren im Zeitalter Trias vor mehr als 200 Millionen Jahren.

Erster Fund dieser Art in Portugal

Der Riesen-Salamander war ein Zeitgenosse der ersten Dinosaurier. Er war Teil einer erweiterten Amphibien-Art, die zu dieser Zeit in den niederen Breiten lebte. Von einem Teil dieser Amphibien-Familie stammen moderne Amphibien wie Frösche und Lurche ab.

Der Fund in Portugal ist der erste dieser Amphibien-Art auf der iberischen Halbinsel und zeigt, dass diese prähistorischen Tiere weiter verbreitet waren als bislang angenommen. Fossilien derselben Gruppe wurden bislang unter anderem in Afrika, Indien und Nordamerika entdeckt.

Unterschiede bei Schädel und Kiefer haben jedoch gezeigt, dass der nun entdeckte Riesen-Salamander eine eigene Unterart darstellte. Die Forscher hoffen nun auf weitere Entdeckungen an der Fundstelle in Portugal. Bislang ist erst ein kleiner Teil des ehemaligen Sees ausgegraben.

Quelle: ntv.de, hla/AFP

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