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Attraktiver und schlanker Forscher erklären das perfekte Selfie

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Paris Hilton weiß schon lange, wie sie sich mit Selfies gekonnt in Szene setzt.

(Foto: Instagram/Paris Hilton)

Beim Essen, am Strand oder beim Stylen: Selfies sind bei vielen Menschen zu einer alltäglichen Gewohnheit geworden. Für Forscher Grund genug, verschiedene Kamerapositionen und deren Wirkung zu untersuchen.

Das Veröffentlichen von Selbstporträts im Netz ist zu einem wichtigen Akt der Selbstdarstellung geworden. Dabei will man vor allem eines: gut aussehen. Wie das am besten gelingt, haben Forscher der Universität Bamberg nun herausgefunden. Das Team um Professor Claus-Christian Carbon vom Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie untersuchte, wie verschiedene Kamerapositionen die Wahrnehmung von Persönlichkeitseigenschaften beeinflussen.

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Eine Person kann schlanker oder attraktiver auf einem Selfie wirken - das kommt auf die Position der Kamera an.

(Foto: Universität Bamberg)

Sie ließen mehr als 300 Probanden computergenerierte 3D-Modelle von realen Gesichtern aus insgesamt sieben verschiedenen selfie-typischen Kamerapositionen bewerten. Die Studienteilnehmer sollten dabei besonderen Wert auf Attraktivität, Dominanz, Intelligenz und Körpergewicht legen.

Mit ihren Ergebnissen konnten die Forscher zeigen, dass Frauen, die ihre linke Gesichtshälfte ins Bild halten, als attraktiver wahrgenommen werden. Ihre Hilfsbereitschaft hingegen wurde als größer eingeschätzt, wenn sie ihre rechte Gesichtshälfte in Richtung Kamera hielten. Männer hingegen wirken sympathischer, wenn sie ihre rechte Gesichtshälfte ins Bild drehen.

Körpergewicht optisch wegdrehbar

Dass sich nicht nur Attraktivität und Sympathie durch die richtige Kameraposition beeinflussen lassen, sondern auch das Körpergewicht, konnten die Forscher bereits in einer Studie von 2012 zeigen. Wird die Kamera leicht oberhalb gehalten, so wirkt sich das schmeichelnd auf die Einschätzung des Körpergewichts durch Betrachter aus. Diese Erkenntnisse konnten mit der aktuellen Untersuchung nun noch verfeinert werden. "Normalerweise halten wir bei einem Selfie die Kamera schräg neben uns und heben oder senken den Arm dabei etwas", erläutert Carbon. "Diese intuitive Handlung, so zeigt die Studie, kann stark dazu beitragen, dass Betrachter eines solchen Bildes das Körpergewicht deutlich geringer einschätzen. Werden wir hingegen bei einer tiefer positionierten Kamera noch eher übergewichtig eingeschätzt, so kann eine typische seitliche Drehung diesen Effekt abfedern."

Diejenigen, die oft und viele ihrer Selbstporträts im Netz veröffentlichen, haben durch tausendfache Versuche bereits herausgefunden, wissen aber bereits sehr genau, aus welchem Blickwinkel sie am besten rüberkommen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Fachjournal "Frontiers in Psychology".

Quelle: n-tv.de, jaz

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