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Nach 40 Tagen in Dunkelheit Freiwillige verlassen Höhle

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Eine Erkenntnis des Projekts: Die Teilnehmer hatten unter Tage sehr unterschiedliche Schlaf-Wach-Rhythmen.

(Foto: AP)

Kein Handy, keine Termine - und kein Tageslicht: So haben 15 Freiwillige die vergangenen 40 Tage im Dienste der Wissenschaft in einer Höhle in den Pyrenäen verbracht. Jetzt sind sie wieder draußen, müssen sich aber erst einmal daran gewöhnen.

Nach 40 Tagen in einer Höhle in den französischen Pyrenäen sind 15 Freiwillige am Samstag wieder ans Tageslicht zurückgekehrt. Dabei trugen die Frauen und Männer im Alter von 25 bis 50 Jahren Sonnenbrillen. "Uns geht's gut", sagte ein Teilnehmer vor laufenden Kameras in der Nähe des Ortes Tarascon-sur-Ariège im Südwesten Frankreichs. "Wir sind draußen." Ziel des Experiments des Schweizer Forschers Christian Clot war es, die Auswirkungen des Verlusts von Zeit- und Raumgefühl zu erforschen.

Die Teilnehmer und Clot lebten beim "Deep Time"-Projekt ohne Uhr, Telefon und Tageslicht bei 10,5 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von fast 100 Prozent in der Höhle von Lombrives. Strom mussten sie mit einer Art Trimm-Rad erzeugen und Trinkwasser aus 45 Metern Tiefe schöpfen. Nahrung für die 40 Tage war vorhanden. "Die Feuchtigkeit hat einen großen Einfluss", berichtete Clot am Samstag. Je weiter die Zeit fortgeschritten sei, desto mehr Hunger hätten die Teilnehmer entwickelt. Die Freiwilligen waren mit Sensoren ausgestattet, damit die angeschlossenen Institute in Frankreich und der Schweiz ihr Verhalten überwachen konnten.

Die Probanden zeigten sich vor allem erstaunt vom vollständigen Verlust des Zeitgefühls: "Es war ein echter Schock. Ich dachte, es sind noch fünf oder sechs Tage übrig", sagte die 29-jährige Emilie Kim-Foo. Andere berichteten von verschobenen Schlaf-Wach-Perioden. Während einige Teilnehmer gerade aufgestanden seien, hätten andere sich zum Schlafen hingelegt. Die Grotte war in drei Bereiche aufgeteilt: Einen zum Schlafen, einen zum Forschen und eine Höhle für den Aufenthalt.

Nächste große Aufgabe für alle Beteiligten sei es, sich wieder mit der Außenwelt zu synchronisieren, sagte Clot. Außerdem sei es nicht leicht, sich nach all der gemeinsam verbrachten Zeit von den anderen zu trennen.

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa

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