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150 Millionen Jahre altes Fossil Haarstern wird nach Wolodymyr Selenskyj benannt

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Haarsterne leben wie alle Stachelhäuter ausschließlich im Meer.

(Foto: PantherMedia / Ralf Levc)

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Hunderte Arten von Haarsternen sind bekannt; sie gehören wie die Seesterne zu den Stachelhäutern. Nun benennen polnische Forscher einen fossilen Haarstern nach Wolodymyr Selenskyj. Sie wollen den ukrainischen Präsidenten "für seinen Mut und seine Tapferkeit bei der Verteidigung der freien Ukraine" ehren.

Polnische Forscher haben einen fossilen Haarstern nach dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj benannt. Das versteinerte Tier sei in Äthiopien entdeckt worden und fast vollständig erhalten, berichtet das Team um den Forscher Mariusz Salamon von der Universität Katowice.

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Versteinerter Haarstern der Art Ausichicrinites zelenskyyi.

(Foto: Mariusz Salamon/The Royal Society/dpa)

Die Wissenschaftler nannten die entdeckte Art Ausichicrinites zelenskyyi. Die im Meer lebenden Haarsterne sind sehr artenreich und zählen wie die Seesterne zu den Stachelhäutern. Mit der Benennung wollten die Forscher Selenskyj "für seinen Mut und seine Tapferkeit bei der Verteidigung der freien Ukraine" ehren.

Etwa 150 Millionen Jahre altes Fossil

Das nun gefundene Exemplar sei etwa 150 Millionen Jahre alt, schreiben die Wissenschaftler in der Zeitschrift "Royal Society Open Science". Es weise zehn Arme und klauenähnliche Anhängsel auf. Es sei der erste Fund eines fossilen Haarsterns aus dem Jura-Erdzeitalter auf dem afrikanischen Kontinent. Forschern sind mehrere Hundert Arten von Haarsternen bekannt.

Die Tradition der wissenschaftlichen Namensgebung geht auf Carl von Linné (1707-1778) zurück. Bis heute werden nach seinem "Systema Naturae" neue Tiere und Pflanzen mit einem zweiteiligen Namen für Gattung (groß geschrieben) und Art (klein geschrieben) benannt. Meist suche man nach einem Namen, der die Besonderheit dieser Art zum Ausdruck bringe, erklärte der Senckenberger Tiefseeforscher Torben Riehl im April. Der Entdecker könne damit aber auch eine Ehrung verbinden und die Art jemand Besonderem widmen.

Mitte April wurde eine ausgestorbene Art von Schlangensternen - Verwandte der Seesterne - nach der Frankfurter Trash-Metal-Band Tankard benannt: Ophiura tankardi. Entdeckt wurde sie in Sedimenten bei einer Geothermie-Bohrung in Nierstein bei Mainz. Das Fundstück ist rund 30 Millionen Jahre alt. Es ist noch bis 4. September in der Ausstellung "Rock Fossils" im Frankfurter Naturkundemuseum Senckenberg zu sehen.

Quelle: ntv.de, abe/dpa

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