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Traurigster Tag des Jahres Heute ist der "Blue Monday"

Lichtmangel und schlechtes Wetter können aufs Gemüt schlagen. Viele Menschen leiden unter einer Winterdepression.jp

Lichtmangel und schlechtes Wetter können aufs Gemüt schlagen. Viele Menschen leiden unter einer Winterdepression - und das nicht nur am "Blue Monday".

(Foto: dpa)

Das ist ja wirklich unerfreulich: Heute ist angeblich der deprimierendste Tag des Jahres. Anhand einer bestimmten Formel, die mit der Jahreszeit, dem Wetter und den guten Vorsätzen zu tun hat, soll man ihn berechnen können. Ist da was dran?

"Blue Monday", das ist zum einen der bekannteste, erfolgreichste Song der Band New Order. Das ist aber auch das Gefühl, das viele Menschen beschleicht, wenn sie sich nach einem freien, erholsamen Wochenende am Montagmorgen wieder früh aus dem Bett quälen und zur Arbeit gehen müssen.

2005 kam allerdings der britische Psychologe Cliff Arnall mit einer Formel um die Ecke, mit der man angeblich den traurigsten, deprimierendsten Tag des ganzen Jahres, "the most miserable day of the year", errechnen kann. Diesen Tag nannte er dann "Blue Monday". Und in diesem Jahr soll er demzufolge auf den heutigen Montag, den 19. Januar, fallen.

Nachweihnachtliche Schwermut

Die Formel berücksichtigt die nachweihnachtliche Schwermut, die schon wieder gebrochenen guten Vorsätze für das neue Jahr, die Sicherheit der Arbeitsplätze und die Temperaturen. Soll heißen: das Mitte Januar meist scheußliche, graue, nasskalte Wetter, kombiniert mit den einlaufenden Rechnungen der kostspieligen Feiertage und den bereits nach kurzer Zeit über Bord geworfenen Vorhaben - Sport treiben, gesund ernähren, nicht mehr rauchen et cetera - hat den "traurigen Montag" zur Folge. Die Symptome: man fühlt sich deprimiert, wird noch träger und isst noch mehr Kohlehydrate.

Bevor man sich aber hinter dieser Formel versteckt mit der Begründung "ist wissenschaftlich erwiesen, hat ja schließlich ein Psychologe herausgefunden", sollte man unbedingt den Anlass beachten, bei dem Arnall diese angebliche Gesetzmäßigkeit errechnete. Das geschah nämlich im Auftrag des Reiseunternehmens Sky Travel. Wohl ein Marketing-Trick, um die Kunden in die Reisebüros zu locken. Seine Formel wird von Wissenschaftlern auch deshalb als pseudowissenschaftlicher Unsinn abgetan.

Ganz leugnen kann man den Trübsinn am Jahresanfang jedoch nicht. Der erste Gang zur Arbeit nach den Feiertagen fällt vielen Menschen schwer. Und Lichtmangel und schlechtes Wetter können durchaus aufs Gemüt schlagen. Infolgedessen leiden viele Menschen unter einer Winterdepression und das nicht nur am "Blue Monday". Dagegen empfehlen sich möglichst lange Aufenthalte im Freien, um Tageslicht zu tanken, Spaziergänge an frischer Luft und Sport. Denn Sport ist ein erwiesenermaßen wirksames Mittel gegen Depressionen und Niedergeschlagenheit. Also: bloß nicht hängen lassen. Und mit dem Tageslicht geht es ja seit der Wintersonnenwende auch wieder aufwärts.

Quelle: n-tv.de, abe

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