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Neue Form der Diagnose? Hunde sollen Coronavirus erschnüffeln

Ein Drogenspürhund schnüffelt während einer Gepäckkontrolle des Zolls am Flughafen. Foto: Marius Becker/Archivbild

Neben Drogen und Sprengstoff können Hunde auch Krankheiten erschnüffeln.

(Foto: Marius Becker/dpa)

Schon jetzt helfen gut trainierte Hunde dabei, Krankheiten wie Krebs oder Diabetes zu erkennen. Die Organisation Medical Detection Dogs arbeitet nun mit Wissenschaftlern zusammen, damit Hunde künftig auch Covid-19 erkennen können.

In Großbritannien sollen Hunde dafür trainiert werden, mit ihrem extrem ausgeprägten Geruchssinn möglicherweise Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zu erschnüffeln. Wie die Wohlfahrtsorganisation Medical Detection Dogs - was so viel heißt wie "Hunde in der medizinischen Diagnose" - mitteilte, ging sie für dieses Projekt eine Partnerschaft mit Wissenschaftlern ein.

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Den Plänen zufolge sollen die feinen Nasen der Vierbeiner innerhalb von sechs Wochen derart für den von Covid-19 - der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit - ausgehenden Geruch sensibilisiert werden, dass sie zur Diagnose eingesetzt werden können. "Grundsätzlich sind wir uns sicher, dass Hunde Covid-19 entdecken könnten", erklärte die Vorsitzende von Medical Detection Dogs, Claire Guest. Derzeit würden noch Methoden geprüft, wie der von Corona-Patienten ausgehende Geruch eingefangen werden könne, um ihn den Hundenasen zu präsentieren.

Hunde werden bereits zur Entdeckung anderer Krankheiten wie Krebs oder Diabetes eingesetzt. Medical Detection Dogs hat schon diverse derartige Trainingsprogramme für die Vierbeiner ausgeführt.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP