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Nach über sechs Monaten im All ISS-Raumfahrer kehren zur Erde zurück

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Rückkehr aus 400 Kilometern Höhe: Helfer erreichten die Landestelle der Sojus-Kapsel per Hubschrauber.

(Foto: dpa)

Mehr als ein halbes Jahr arbeiten drei Raumfahrer auf der Internationalen Raumstation ISS. Jetzt landen sie in der kasachischen Steppe und müssen sich langsam wieder an die Schwerkraft gewöhnen. Derweil steht die nächste Crew schon in den Startlöchern.

Drei Raumfahrer der Internationalen Raumstation ISS sind nach rund einem halben Jahr im Weltall sicher auf die Erde zurückgekehrt. Die Sojus-Kapsel mit dem russischen Ex-Kommandanten Oleg Kononenko und der US-Amerikanerin Anne McClain sowie dem kanadischen Astronauten David Saint-Jacques landeten am Morgen ohne Probleme in der kasachischen Steppe, wie in einer Live-Übertragung der US-Raumfahrtbehörde Nasa zu sehen war. Der Flug von der ISS in einer Höhe von rund 400 Kilometer zurück zur Erde dauerte etwa drei Stunden.

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Glücklich gelandet: Die Sojus-Kapsel brachte die US-Astronautin Anne McClain sicher zurück.

(Foto: REUTERS)

Unmittelbar nach der Landung wurden die Raumfahrer von Mitarbeitern aus der kleinen Kapsel geholt und versorgt. Nach mehreren Monaten in der Schwerelosigkeit brauchen die Raumfahrer zunächst Hilfe, da die Muskeln erschlafft sind und der Körper sich erst wieder an die Erdanziehung gewöhnen muss. Erst nach medizinischen Untersuchungen dürfen die Raumfahrer in ihre Heimat zurückkehren.

Während ihres Aufenthalts auf der ISS arbeiteten die Raumfahrer an Dutzenden Experimenten und führten bei mehreren Außeneinsätzen wichtige Wartungsarbeiten an der Außenwand der Station durch. Vor dem Abdockmanöver hatte Kononenko noch die Verantwortung für die Station an seinen russischen Kollegen Alexej Owtschinin übergeben.

Im Juli fliegen neue Astronauten zur ISS

Der Außenposten der Menschheit wird nun nur von einem kleinen Team bewohnt. Der nächste Start zur ISS ist am 20. Juli geplant, dem 50. Jahrestag der ersten Mondlandung. Dann soll auch der Esa-Astronaut Luca Parmitano wieder auf der ISS leben und forschen.

Der Italiener fliegt mit dem Nasa-Astronauten Andrew Morgan und dem Roskosmos-Kosmonauten Alexander Skwortsow zur Raumstation. In der zweiten Hälfte der Mission soll der 42-Jährige als erster Italiener die Führungsrolle übernehmen. Parmitano war bereits 2013 auf der ISS. Damals wäre er bei einem Außeneinsatz fast in seinem Raumanzug ertrunken, weil sich Wasser in seinem Helm gesammelt hatte.

Die jetzt zurückgekehrten Astronauten waren Anfang Dezember zur ISS geflogen. Der Flug war mit einer gewissen Sorge beobachtet worden: Mitte Oktober hatte eine russischen Sojus-Rakete auf dem Weg zur ISS wegen technischer Probleme kurz nach dem Start notlanden müssen. Der US-Astronaut Nick Hague und sein russischer Kollege Alexej Owtschinin blieben dabei aber unverletzt.

Die Notlandung war ein schwerer Rückschlag für die russische Weltraumindustrie. Die USA hatten ihr Space-Shuttle-Programm 2011 eingestellt. Astronauten können seither nur noch mit russischen Sojus-Raketen zur ISS gelangen. Das Raumfahrtunternehmen SpaceX des Milliardärs Elon Musk will eine kostengünstige Alternative zu staatlichen Raumfahrtprogrammen bieten.

Quelle: n-tv.de, aeh/dpa/AFP

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