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Aus dem Orbit des Riesenplaneten Juno schickt erstes Jupiter-Foto

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Jupiter und drei seiner vier größten Monde: Io, Europa und Ganymed.

(Foto: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS)

Den ersten Flug durch die extreme Strahlung des größten Planeten unseres Sonnensystems hat die Kamera der Raumsonde Juno gut überstanden. Die Nasa empfängt ein erstes Bild und verspricht: Die Qualität wird sich steigern.

Gut eine Woche ist es her, dass die Nasa-Sonde Juno in den Orbit des Jupiter einschwenkte. Nun hat Juno erstmals Fotos vom größten Planeten des Sonnensystems geschickt. Das erste Bild sei am Sonntag aufgenommen worden, nachdem die Kamera an Bord der Sonde wieder angeschaltet worden war, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Es ist aus einer Entfernung von 4,3 Millionen Kilometern zu Jupiter entstanden.

Zu sehen ist der Gasriese mit seinem markanten roten Fleck (einem festsitzenden Wirbelsturm, der doppelt so groß ist wie die Erde) sowie drei der vier Galileischen Monde, nämlich Io, Europa und Ganymed. Das Bild zeigt, dass Junos Kamera "ihren ersten Flug durch die extreme Strahlung des Jupiter unbeschädigt überstanden hat und dass sie jetzt bereit ist, den Jupiter anzugehen", sagte Nasa-Manager Scott Bolton. Er könne es kaum erwarten, die ersten Bilder von Jupiters Polen zu sehen.

Die ersten Aufnahmen der Sonde sind noch in relativ niedriger Auflösung. Hoch aufgelöste Fotos soll Juno am 27. August machen, wenn sie sehr nah an den Jupiter herankommt. Allerdings gilt die Kamera nicht als eines der wissenschaftlichen Instrumente an Bord. Die Bilder sind für die Forscher hilfreich, doch in erster Linie sind sie für die Öffentlichkeit und die Berichterstattung über die Mission gedacht.

Juno hatte Jupiter am 5. Juli 2016 nach fünf Jahren Flug erreicht. Die unbemannte und hauptsächlich solarbetriebene Sonde wiegt etwa 3500 Kilogramm und ist so groß ist wie ein Basketballfeld. Sie soll Jupiter 37 Mal umrunden und ihm rund 4200 Kilometer nah kommen. Bis Februar 2018 untersucht Juno die Wolkenschicht des Planeten, seine Polarlichter, seinen Aufbau, die Atmosphäre sowie die Magnetosphäre.

Letztlich erhoffen sich die Forscher von der rund eine Milliarde Euro teuren Mission Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems.

Quelle: n-tv.de, asc/dpa

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