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Wer verlässt die Erde für immer? "Mars One" zündet nächste Stufe

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Öde Landschaften auf unserem Nachbarplaneten: Wird die Menschheit den Mars besiedeln?

(Foto: picture alliance / dpa)

Einmal zum Roten Planeten - ohne Rückflugticket. "Mars One" will 24 Menschen zu Pionieren der Menschheit auf einem fremden Planeten machen. 100 Bewerber sind in der engeren Auswahl. Nun sollen weitere Tests die Gruppe deutlich ausdünnen.

Das umstrittene Projekt einer Reise zum Mars ohne Wiederkehr tritt in seine nächste Phase: Wie die niederländische Stiftung Mars One als Initiatorin des Projekts mitteilte, sollen in etwa sechs Monaten 40 Kandidaten durch eine Reihe von Tests ausgewählt werden, aus denen sich dann in weiteren Phasen die 24 potenziellen Mars-Siedler rekrutieren.

Mars One will ab 2026 im Abstand von jeweils 26 Monaten sechs Teams mit jeweils vier Teilnehmern auf den Roten Planeten schicken, um dort den Rest ihres Lebens zu verbringen. Obwohl es eine Reise ohne Rückkehr ist, hatten sich ursprünglich rund 200.000 Interessenten aus 140 Ländern gemeldet, nach einer Vorauswahl blieben hundert Bewerber übrig.

Diese müssen sich nun fünf Tage lang mehreren Tests stellen, wie sie auch von der Nasa für die Auswahl von Astronauten vorgenommen werden. Nach Angaben des medizinischen Leiters von Mars One, Norbert Kraft, lassen sich viele der Aufgaben nur als Gruppe lösen.

Ihre erste unbemannte Mission plant die niederländische Stiftung in zwei Jahren. Finanzieren will sie ihr riskantes Projekt zu einem Großteil durch Fernsehsendungen.

Sorge, die potenziellen Siedler könnten im letzten Moment doch noch abspringen, hat Mars One nach den Worten des medizinischen Leiters nicht. "In unseren Augen sind unsere Teilnehmer reif genug, eine Entscheidung zu treffen und dann auch dabei zu bleiben", erklärte Kraft.

Bisher gab es nur Roboter-Missionen auf dem Mars. Die USA wollen in rund 20 Jahren Astronauten auf den Roten Planeten schicken.

Quelle: n-tv.de, fma/AFP