Wissen

Geologen melden unruhigen Herbst Mehr als 70 Erdbeben in Baden-Württemberg

58718740.jpg

"Erdbebenserien (...) sind nicht ungewöhnlich."

(Foto: picture alliance / dpa)

Von den meisten Menschen unbemerkt sucht eine Erdbebenwelle der Südwesten Deutschlands heim. Der Landeserdbebendienst registriert seit Mitte Oktober mehrere Dutzend Erschütterungen. Heftigere Beben sind nicht ausgeschlossen.

In Baden-Württemberg hat seit Mitte Oktober mehr als 70 Mal die Erde gebebt. Die Epizentren hätten meist bei der Gemeinde Hilzingen im Kreis Konstanz gelegen, teilte der Landeserdbebendienst im Regierungspräsidium Freiburg mit. "Die Erdbebenherde befinden sich in einer Tiefe von circa fünf Kilometern unter der Erdoberfläche. Die Stärken erreichten bisher maximal 3,0 auf der Richterskala." Schäden seien bislang nicht bekannt.

Die Ursache für die aktuellen Erdbeben im Hegau seien Spannungen im Gestein, hieß es bei der Behörde. Diese führten zu ruckartigen Verschiebungen im Untergrund. "Erdbebenserien, im Sinne von vielen räumlich konzentriert auftretenden Beben in relativ kurzer Folge, sind nicht ungewöhnlich." Am 16. November sei aber eine zusätzliche Messstation in Hilzingen aufgestellt worden.

Derzeit ist nicht absehbar, wie sich die Erdbebenserie entwickelt. "In den meisten Fällen klangen Erdbebenserien im Land nach einigen Wochen oder Monaten wieder ab, ohne dass es zu größeren Schäden kam", teilte das Regierungspräsidium weiter mit. "In selteneren Fällen nahmen die Beben in der Stärke zu, so dass es auch nicht ausgeschlossen ist, dass im Verlauf der Hegau-Serie ein stärkeres Schadensbeben eintritt."

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, shu/dpa

Mehr zum Thema