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"Lise" und "Emmy" Neuer Supercomputer vereinfacht Forschung

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Ein Supercomputer ist ein besonders schneller Computer. Dabei ist es unerheblich, auf welcher Bauweise der Computer beruht, solange es sich um einen universal einsetzbaren Rechner handelt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Supercomputer "Lise" und sein Zwilling "Emmy" zählen zu den 500 schnellsten Computern der Welt. Sie stehen künftig Wissenschaftlern aus diversen Forschungseinrichtungen in Deutschland zur Verfügung sollen deren Arbeit erleichtern. Die ersten Ergebnisse gibt es schon.

Am Berliner Zuse Institut geht einer der leistungsstärksten Rechner der Welt an den Start. Der Computer "Lise" bietet Wissenschaftlern aus ganz Norddeutschland gemeinsam mit seiner Zwillingsschwester "Emmy" in Göttingen hochkomplexe Leistungen an, teilen das Bundesforschungsministerium und die Senatskanzlei mit.

Das rund 30 Millionen Euro teure System hat eine Spitzenleistung von 16 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde. Damit käme es zur Zeit auf Platz 13 in der Liste der 500 schnellsten Supercomputer der Welt.

Benannt wurde das System an zwei Standorten nach der Physikerin Lise Meitner und der Mathematikerin Emmy Noether. Die beiden Rechner stehen künftig Wissenschaftlern aus Forschungseinrichtungen in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zur Verfügung. Nützlich sind sie zum Beispiel für hochkomplexe Berechnungen zu Wetter, Klima- und Umweltschutz sowie zur Entwicklung wirksamer Medikamente oder neuer Materialien.

Die Finanzierung übernehmen je zur Hälfte das Bundesforschungsministerium und die norddeutschen Länder. Sie haben sich 2001 zu einem Verbund für den Betrieb von Hoch- und Höchstleistungsrechnen zusammengeschlossen.

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Zuletzt gelang es in der Arzneimittelforschung einem Berliner Team aus Mathematikern, Chemikern und Medizinern, ein neues Schmerzmittel vollständig am Computer zu entwickeln. Auf der Grundlage mathematischer Modelle und Simulationen konnten die Forscher vorhersagen, wie Schmerzmittelmoleküle, die in Opiaten enthalten sind, auf den Körper wirken. Nach der erfolgreichen Simulationen sei der neue Wirkstoff nun im klinischen Test, heißt es.

Quelle: ntv.de, yla/dpa