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Auf Schlafhygiene achtenRuhe und Entspannung

31.01.2007, 09:50 Uhr

Wer unter Einschlafproblemen leidet, sollte sich mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen entspannen und aufregende Tätigkeiten vermeiden, erklärt Christa Roth-Sackenheim vom Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) in Neuss.

Wer unter Einschlafproblemen leidet, sollte sich mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen entspannen und aufregende Tätigkeiten vermeiden, erklärt Christa Roth-Sackenheim vom Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) in Neuss.

"Atemübungen und Entspannungstechniken wie die Progressive Muskelrelaxation nach Jakobson oder Autogenes Training können bei leichten Einschlafstörungen äußerst unterstützend wirken", sagt die Expertin. Auch körperliche Aktivität sei grundsätzlich gut und stärke den Schlaf. Allerdings sollte physische Anstrengung direkt vor dem Schlafengehen vermieden werden: "Ein moderater Abendspaziergang an der frischen Luft, den man zugleich zum 'Abschalten' nutzen kann, ist oft sehr hilfreich", sagt die Psychiaterin und Psychotherapeutin.

Eine gute Schlafhygiene ist ebenfalls wichtig, um im Bett zur Ruhe zu finden. "Betroffene sollten für eine angenehme Schlafumgebung sorgen", rät Roth-Sackenheim. Im Schlafzimmer sollte frische, kühle Luft vorherrschen. Sinnvoll sei eine Raumtemperatur von 14 bis 18 Grad. "Am Schlafplatz sollten Fernsehen, Lesen, Lernen und vor allem auch Diskutieren oder gar Streiten grundsätzlich tabu sein. Er sollte ausschließlich für das Schlafen und die Liebe reserviert sein", erklärt die Expertin weiter. Sex kann den Drang nach Schlaf sowohl fördern als auch hemmen: Während Männer in der Regel nach Sex gut einschlafen, reagieren Frauen eher aufgemuntert.

Von Einschlafstörungen oder "Insomnien" sprechen Experten, wenn die zum Einschlafen benötigte Zeitspanne regelmäßig bei mehr als 30 Minuten liegt. Wenn länger eine Schlafdauer von sechs Stunden am Stück unterschritten wird und sich Beschwerden wie verstärkte Tagesmüdigkeit, Leistungs- und Konzentrationsschwächen, Frieren und Stimmungsschwankungen einstellen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.