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Sonde könnte Fels gerammt haben "Schiaparelli" ist gelandet - sendet aber nicht

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So sieht eine geglückte Landung von "Schiaparelli" aus - leider ist das Foto nur ein Handout der ESA.

(Foto: picture alliance / dpa)

War "Schiaparellis" siebenmonatige Reise zum Mars völlig umsonst? Nach der Landung sendet die europäische Sonde kein Signal mehr nach Hause - das aber wäre wichtig für einen Erfolg der Mission, die als Generalprobe für den ersten ESA-Rover auf dem Mars gedacht ist.

Die Testsonde "Schiaparelli" ist auf dem Mars gelandet, sendet aber kein Signal. Die Sonde habe den Boden des Roten Planeten berührt, sagte Thierry Blancquaert von der europäischen Weltraumagentur ESA. Es sei unklar, ob die Sonde intakt ist oder nicht. Möglicherweise habe "Schiaparelli" einen Felsen oder einen Krater gerammt oder könne "einfach nicht kommunizieren", sagte Blancquaert weiter.

Im Zuge der europäisch-russischen Mission ExoMars hatte sich "Schiaparelli" am Sonntag nach siebenmonatiger Reise von der Atmosphärensonde TGO gelöst, mit der sie Huckepack zum Mars gereist war. Am Mittwochabend konnte die ESA zunächst einmal feiern, dass die TGO planmäßig in den Orbit des Roten Planeten eingetreten ist. Doch von "Schiaparelli" gibt es nach wie vor kein Zeichen.

Die Landung der Testsonde "Schiaparreli" ist die Generalprobe für den ersten europäischen Rover, den die ESA in vier Jahren auf dem Mars absetzen will. Der erste europäische Versuch einer Mars-Landung war vor 13 Jahren missglückt: Im Dezember 2003 verschwand das in Großbritannien gebaute Mini-Landegerät "Beagle 2" spurlos, nachdem es sich planmäßig von der ESA-Sonde Mars Express gelöst und zur Landung angesetzt hatte.

Quelle: n-tv.de, jve/AFP