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Dreifach-Spektakel am 31. Januar Super-blue-blutrot: Der Mond gibt alles

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Supermond über Berlin am am 14.11.2016: In dieser Nacht war der Mond der Erde so nah wie zuletzt 1946. "Blue" und verfinstert war der Mond in dieser Nacht aber nicht.

picture alliance / dpa

Ein Blick auf den Vollmond lohnt immer, doch es gibt Nächte, da ist er besonders hübsch - etwa am 31. Januar. Über einigen Teilen der Erde wartet er dann mit drei Besonderheiten auf einmal auf. Das gab es zuletzt vor 35 Jahren.

Wenn man sich gerade am richtigen Fleck auf der Erde aufhält und der Himmel wolkenfrei ist, bietet der Mond am 31. Januar das volle Programm. Dann nämlich ist er alles auf einmal: sowohl Supermond als auch "Blue Moon" und zusätzlich auch noch verfinstert. Das gab es zuletzt vor 35 Jahren. Hier die drei Himmelsereignisse im Einzelnen:

"Blue Moon": In der Nacht vom 31. Januar ist zum zweiten Mal im selben Monat Vollmond. Dieses Phänomen - ein rein kalendarisches - wird gern als "Blue Moon" bezeichnet. Der kommt im Schnitt alle zweieinhalb Jahre vor. Anders als der Name vermuten lässt, erscheint dieser zweite Vollmond im Monat jedoch nicht unbedingt bläulich. Wie die Bezeichnung entstanden ist, weiß man nicht genau, sie steht aber für etwas mit Seltenheitswert. Gebräuchlich ist im englischen Sprachraum nämlich die Redewendung "Once in a blue moon", was so viel heißt wie "alle Jubeljahre mal".

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Links: ein Vollmond in durchschnittlicher Entfernung von der Erde. Rechts: ein "Supermond".

(Foto: Marcoaliaslama/Wikipedia/CC BY-SA 3.0)

Supermond: Der ist gar nicht so selten, es gibt ihn etwa drei bis vier Mal pro Jahr. Supermond heißt ein Vollmond, der der Erde besonders nah ist. Da sich der Mond auf einer elliptischen Laufbahn um unseren Planeten bewegt, ist er unterschiedlich weit von uns entfernt. Sein geringster Abstand zur Erde beträgt 356.410 Kilometer, sein größer 406.740 Kilometer. Am 31. Januar rückt er bis auf 360.200 Kilometer an uns heran. Dadurch kann er uns bis zu 14 Prozent größer und ein Drittel heller erscheinen als in Nächten, in denen er besonders weit weg steht. Mit der Helligkeit ist es am 31. Januar vielerorts allerdings so eine Sache, da kommt nämlich die Erde dazwischen. Womit wir beim dritten Phänomen wären, dem …

… Blutmond: Der ist das Ergebnis einer totalen Mondfinsternis. Die Erde steht am 31. Januar genau zwischen Sonne und Mond - für 76 Minuten. Und doch kommt auch in dieser Zeit Sonnenlicht beim Mond an; die Erde kann es nicht komplett abschirmen. Die langwelligen, roten Lichtanteile der Sonne werden um die Erde herum, durch ihre Atmosphäre hindurch, gebrochen. So bleibt der Mond schwach sichtbar: in Orange, Dunkelrot oder Rostrot. Insgesamt braucht der Trabant in dieser Nacht 3 Stunden und 23 Minuten, um durch den Schatten der Erde zu wandern.

Deutschland sieht nicht das volle Programm

Dass diese drei Phänomene zusammentreffen, passiert selten. Anders als häufig angegeben ist das letzte Mal aber noch keine 150 Jahre her, das gilt nur für Amerika. Andere Teile der Erde hatten zuletzt am 30. Dezember 1982 einen Super-Blue-Blutmond.

Für Amerika fiel das "blue" bei dieser so nahen und totalen Mondfinsternis weg, denn es war dort nicht der zweite Vollmond im Monat. Beim vorangegangenen zeigte der Kalender in Amerika noch den 30. November - und nicht den 1. Dezember - an.

Und wie ist das nun am 31. Januar? Da geht ein Teil des Spektakels nicht nur an Deutschland vorbei. Europa, Afrika und Südamerika verpassen etwas: Von dort nämlich ist der Blutmond nicht zu sehen. Um eine Mondfinsternis beobachten zu können, muss es dunkel sein. Doch in den genannten Erdteilen ist es taghell, wenn der Mond durch den Kernschatten der Erde wandert. In Deutschland erscheint der Mond am 31. Januar daher etwas größer als sonst oft und der zweite Vollmond im Monat ist es auch. Aber verfinstern wird er sich nicht.

Wer das volle Programm verfolgen will, muss in Asien, Australien, Neuseeland, Hawaii oder Alaska in den Nachthimmel schauen. Deutschland kann die nächste totale Mondfinsternis am 27. Juli 2018 bestaunen. Supernah und "blue" wird die dann aber nicht.

Quelle: n-tv.de

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