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T. Rex reist in Dutzenden Kisten Tristan Otto verlässt Deutschland

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Tristan Otto gilt als eines der besterhaltenen T.-Rex-Skelette.

(Foto: imago/imagebroker)

Er ist Deutschlands prominentester Saurier - und er geht auf Tour. Tristan Otto verlässt nach mehreren Jahren Berlin und wird künftig in der dänischen Hauptstadt zu sehen sein. In den vergangenen Jahren wurden die Knochen intensiv erforscht - doch eine wichtige Frage ist noch immer offen.

Deutschland verliert zumindest vorübergehend eines seiner wichtigsten Fossilien: Der Tyrannosaurus Rex namens Tristan Otto verlässt nach mehreren Jahren die Hauptstadt. Seine Aufgabe als "Botschafter für Natur" habe das Skelett hervorragend erfüllt, sagte der Direktor des Berliner Naturkundemuseums Johannes Vogel. In etwa 30 Kisten soll das vermutlich mehrere Millionen Euro teure Skelett nach Kopenhagen transportiert und im dortigen Naturkundemuseum aufgebaut werden.

Bevor die zerbrechlichen Knochen einzeln verpackt werden, können Besucher am heutigen Sonntag bei freiem Eintritt nochmals einen Blick auf die schwarzen Knochen werfen. In spätestens eineinhalb Jahren könnte Tristan Otto dann Vogel zufolge zurückkehren.

Seit der Ankunft des T. Rex im Dezember 2015 zählte das Museum nach eigenen Angaben etwa drei Millionen Besucher. Vogel sprach von einem Plus von 50 Prozent im Vergleich zur Zeit vor Tristan Otto.

Während dieser Zeit forschten Wissenschaftler an den mehr als 65 Millionen Jahre alten Überresten des Raubsauriers. Dabei fanden sie unter anderem heraus, dass dem Dino alle zwei bis drei Jahre Zähne nachwuchsen. Knochen wurden an der Charité im Computertomografen untersucht. Wie alt Tristan Otto war und ob es sich nicht womöglich um eine Dame handelte, ist noch offen.

Tristan Otto gilt mit 170 Original-Knochen (von mehr als 300) als besonders gut erhalten. Die zwei privaten Eigentümer benannten das Skelett nach ihren Söhnen und stellten es dem Museum kostenlos zur Verfügung.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa